Großrazzia auf der A2: Falsche Papiere, Gefahrgut und Waffen beschlagnahmt
Evelin KostolzinGroßrazzia auf der A2: Falsche Papiere, Gefahrgut und Waffen beschlagnahmt
Polizei und Verkehrsbehörden in Nordrhein-Westfalen führen Großkontrolle durch
Am Dienstag, den 17. März 2026, haben Polizei und Verkehrsbehörden in Nordrhein-Westfalen eine großangelegte Verkehrskontrolle durchgeführt. Die Überprüfungen fanden am Rasthof Lipperland Süd bei Bröninghausen an der Autobahn A2 statt und richteten sich gezielt an gewerbliche Fahrzeuge und deren Fahrer. Die Aktion ist Teil der in den vergangenen Jahren in mehreren Bundesländern verstärkten Kontrollmaßnahmen.
Fachkräfte verschiedener Behörden überprüften während der Operation Lkw, Anhänger und Fernreisebusse. Zwei Busse samt Fahrern wurden untersucht, wobei keine Mängel festgestellt wurden. Bei anderen Kontrollen kamen jedoch schwerwiegende Verstöße ans Licht.
Ein belgischer Sattelzug, der einen litauischen Anhänger zog, transportierte gefährliche Güter – allerdings mit einer gefälschten ADR-Bescheinigung. Zudem verfügte der Fahrer nicht über den erforderlichen Führerschein für das 40-Tonnen-Fahrzeug. In einem weiteren Fall beförderte ein 39-jähriger ukrainischer Fahrer Methanol mit einem Lkw, dessen Bremssystem defekt war, was ein Brandrisiko darstellte. Die Behörden zogen das Fahrzeug umgehend aus dem Verkehr.
Bei der Kontrolle wurde zudem ein Elektroschocker beschlagnahmt, da gegen das Waffengesetz verstoßen worden war. Gegen einen Fahrer wurde Strafanzeige erstattet, weil er ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war, zwei weitere müssen sich wegen Urkundenfälschung verantworten. Darüber hinaus gab es Hinweise auf Steuerhinterziehung, Sozialversicherungsbetrug und Verstöße gegen das Arbeitsrecht.
Weitere Verstöße betrafen mangelnde Ladungssicherung, Verstöße gegen die Gefahrgutvorschriften sowie fehlende oder abgelaufene Hauptuntersuchungen. Sechs Mal wurde unsachgemäß gesicherte Ladung dokumentiert, vier technische Mängel und drei Verstöße im Umgang mit Gefahrgut. Zwei Fahrer erhielten Verwarnungen wegen Nichteinhaltung der Lenk- und Ruhezeiten, ein weiterer wurde wegen illegaler Müllentsorgung zur Kasse gebeten.
Die Aktion führte zu mehreren Strafanzeigen, Ordnungswidrigkeitenverfahren und Fahrzeugstilllegungen. Die Behörden setzen ihre Kontrollen im gewerblichen Verkehr fort, um die Einhaltung von Sicherheits-, Zulassungs- und Gefahrgutbestimmungen zu überwachen. Vergleichbare Großkontrollen fanden in den vergangenen Jahren auch in Bayern, Baden-Württemberg und anderen Bundesländern statt.






