11 June 2026, 10:26

Grüner Stahl aus Australien: PGS setzt auf Thyssenkrupp für Wasserstoff-Elektrolyseure

Nucera liefert 1,4 GW-Anlage für Australiens größtes grünes Eisenprojekt

Grüner Stahl aus Australien: PGS setzt auf Thyssenkrupp für Wasserstoff-Elektrolyseure

Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für Elektrolyseure im westlichen Australien ausgewählt. Im Rahmen des Mid-West Green Iron-Projekts sollen diese Anlagen grünen Wasserstoff für die Herstellung von Eisenerzpellets erzeugen. Die ersten Exporte sind für 2029 geplant.

Als Rohstoff dient Magnetiteisenerz aus der Region. PGS plant den Bau einer eigenen Elektrolyseuranlage mit einer Gesamtkapazität von 1,4 Gigawatt, die von Thyssenkrupp Nucera mit standardisierten scalum®-Modulen à 20 Megawatt beliefert wird.

Die Elektrolyseure werden mit erneuerbarer Energie aus der Region betrieben. Damit sollen die CO₂-Emissionen im Vergleich zur herkömmlichen Stahlproduktion um bis zu 90 Prozent gesenkt werden. Bis 2029 strebt PGS eine jährliche Produktion von sieben Millionen Tonnen grüner Eisenerzpellets an.

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Langfristig soll die Kapazität auf 30 Millionen Tonnen grüne Pellets und zehn Millionen Tonnen grünes HBI (Eisenschwamm) pro Jahr ausgebaut werden. Thyssenkrupp Nucera rechnet vorerst mit keinen nennenswerten finanziellen Auswirkungen des Projekts – zumindest nicht vor dem Geschäftsjahr 2026/27. Die Initiative befindet sich noch in einer frühen Phase und hängt von einer finalen Investitionsentscheidung ab.

Das Mid-West Green Iron-Projekt markiert einen Schritt in Richtung klimaneutraler Stahlproduktion. Der Prozess wird mit grünem Wasserstoff betrieben, die ersten Lieferungen ins Ausland sind für 2029 vorgesehen. Der Erfolg des Vorhabens steht und fällt jedoch mit weiteren Planungen und der Freigabe der notwendigen Investitionen.

Quelle