Grünes Licht für umstrittene Wasserstoff-Pipeline H2-Start in Münster
Paulina MangoldGrünes Licht für umstrittene Wasserstoff-Pipeline H2-Start in Münster
Der Regierungsbezirk Münster hat das Wasserstoff-Pipeline-Projekt von Open Grid Europe (OGE) endgültig genehmigt. Die unter dem Namen H2-Start bekannte 9,4 Kilometer lange Leitung erhielt zwar bereits Anfang 2024 die Planungsfreigabe, doch rechtliche Auseinandersetzungen stellen die Entscheidung weiterhin infrage.
OGE reichte den offiziellen Antrag für die Pipeline im Juni 2024 ein. Die Genehmigung durch den Kreis Münster ist mit strengen technischen und ökologischen Auflagen verbunden:
Während der Bauarbeiten darf der Lärmpegel 50 Dezibel nicht überschreiten. Zudem sind Arbeiten zwischen dem 1. März und dem 30. September untersagt, um brütende Vögel zu schützen. Weitere Maßnahmen umfassen den Fledermausschutz, Amphibienzäune sowie Sedimentbecken zur Bodenerosionskontrolle.
Das Projekt erfordert zudem einen Ausgleich für 6,2 Hektar besonders geschützter FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat). Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen bleibt die Genehmigung umstritten – laufende Klagen verzögern die vollständige Umsetzung.
Die H2-Start-Pipeline hat nun offiziell grünes Licht, unterliegt jedoch Umwelt- und Betriebsauflagen. Rechtlicher Widerstand könnte den Bauzeitplan dennoch beeinflussen. Das Ergebnis wird entscheiden, wie zügig der Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in der Region voranschreitet.






