08 February 2026, 19:11

Hagen startet Großoffensive gegen verfallene Häuser und No-Go-Areas

Ein verlassenes Gebäude mit Graffiti an den Wänden und Säulen, sichtbarer Boden, Rohre entlang der Wände und eine Tür im Hintergrund, die auf urbanen Verfall hindeutet.

Hagen startet Großoffensive gegen verfallene Häuser und No-Go-Areas

Die Stadt Hagen hat den Hagener Pakt gestartet – ein umfassendes Programm zur Bekämpfung von verwahrlosten und verfallenen Gebäuden. In den nächsten zehn Jahren liegt der Fokus auf den Gebieten rund um den Hagener Hauptbahnhof sowie den Stadtteilen Altenhagen und Weringhausen. Ziel der Verantwortlichen ist es, diese Viertel durch Sanierungen oder Abrisse vernachlässigter Immobilien grundlegend zu verändern.

Das Vorhaben ist Teil einer größeren Strategie zur Stadtentwicklung. Dazu gehören die Förderung sozialer Vielfalt und die Beseitigung sogenannter "No-Go-Areas". Um die Umsetzung zu beschleunigen, soll der Stadtrat im Rahmen geplanter Gesetzesänderungen erweiterte Planungskompetenzen erhalten – unterstützt von Bauministerin Ina Scharrenbach.

Ein detaillierter Umsetzungsplan für den Hagener Pakt soll bis Februar 2026 vorliegen. Schärfere Sanktionen richten sich künftig gegen Eigentümer, die ihre Gebäude verfallen lassen. Zwar gibt es noch keine konkreten Zahlen zu Abrissen oder Sanierungen, doch erste sichtbare Fortschritte werden ab 2027 erwartet.

Vorgesehen sind in den kommenden Jahren großflächige Abrisse und Modernisierungen. Die Behörden hoffen, dass diese Maßnahmen benachteiligte Gebiete wiederbeleben und sicherere, attraktivere Lebensräume für die Bewohner schaffen.

Der Hagener Pakt stellt einen wichtigen Schritt im Kampf gegen den städtischen Verfall dar. Mit erweiterten Befugnissen und einem klaren Zeitplan will die Stadtverwaltung Schlüsselviertel in den nächsten zehn Jahren neu gestalten. Der Erfolg des Plans hängt dabei von konsequenter Umsetzung, ausreichender Finanzierung und der Zusammenarbeit zwischen Kommunalpolitik und Eigentümern ab.