Härtere Strafen für Alkohol am Steuer: Was Karnevalisten 2025 jetzt wissen müssen
Evelin KostolzinHärtere Strafen für Alkohol am Steuer: Was Karnevalisten 2025 jetzt wissen müssen
Karnevalszeit bringt bunte Kostüme und ausgelassene Feiern – doch für Verkehrsteilnehmer gelten strengere Regeln denn je. Seit Dezember 2024 setzt Deutschland deutlich härtere Strafen für Alkohol am Steuer durch: Bußgelder verdoppeln sich, Fahrverbote werden verlängert. Selbst Radfahrer und E-Bike-Nutzer müssen nun schärfere Alkoholgrenzen einhalten – oder riskieren empfindliche Konsequenzen.
Die neuen Verkehrsregeln, die im November 2024 verabschiedet wurden, stellen die erste große Reform seit 2010 dar. Autofahrer, die mit 0,5 bis 0,9 Promille erwischt werden, zahlen nun 1.000 statt bisher 500 Euro. Bei 1,1 bis 1,49 Promille steigt das Bußgeld auf 2.000 Euro. Auch die Fahrverbote wurden ausgeweitet: drei Monate bei niedrigeren Werten (zuvor ein Monat) und sechs Monate bei höheren (zuvor drei). Für Fahranfänger in der Probezeit und alle unter 21 Jahren gilt absolute Nulltoleranz – Alkohol am Steuer ist tabu.
Für Radfahrer bleibt zwar die Grenze bei 1,6 Promille, doch wer sie überschreitet, muss nun mit strafrechtlichen Folgen rechnen. Für schnelle Pedelecs (E-Bikes bis 45 km/h) gelten die Regeln für Mofas – hier liegt die Obergrenze bei 0,5 Promille. Kommt es zu einem Unfall, können Autofahrer bereits ab 0,3 Promille belangt werden, mit hohen Geldstrafen und einem Mindestfahrverbot von sechs Monaten.
Karnevalskostüme bringen zusätzliche Vorschriften mit sich: Autofahrer müssen ihr Gesicht vollständig sichtbar lassen und sicherstellen, dass die Verkleidung Sicht, Gehör oder Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. Verstöße kosten 60 Euro, und Versicherungen können im Schadensfall die Leistung verweigern. Die Behörden warnen zudem, dass Restalkohol vom Vorabend noch immer die Urteilsfähigkeit beeinträchtigen kann – egal ob beim Fahren, Radeln oder sogar zu Fuß.
Die Botschaft ist eindeutig: Für Alkohol am Steuer oder unsichere Kostüme gibt es keine Nachsicht. Höhere Strafen, längere Sperren und strafrechtliche Risiken gelten nun für alle Verkehrsteilnehmer. Mit dem Karneval in vollem Gange wird die Polizei diese Regeln ohne Ausnahme durchsetzen.