Historische RAF-Jets kehren nach Elmpt zurück – ein Stück Luftfahrtgeschichte lebt auf
Eggert StriebitzHistorische RAF-Jets kehren nach Elmpt zurück – ein Stück Luftfahrtgeschichte lebt auf
Zwei historische Jets der britischen Luftwaffe (RAF) sind an ihren ehemaligen Stützpunkt in Elmpt zurückgekehrt und beendeten damit ihre letzte Reise. Die Maschinen vom Typ Jaguar (Kennzeichen XX 969) und Tornado (ZD 711), die einst auf dem deutschen Gelände stationiert waren, wurden am 27. Oktober in einer feierlichen Zeremonie offiziell übergeben. Die Veranstaltung würdigte sowohl die britisch-europäischen Beziehungen als auch die Bewahrung des militärischen Erbes.
Die Idee, die Flugzeuge nach Elmpt zurückzuholen, entstand 2021 während eines Gesprächs zwischen Bürgermeister Karl-Heinz Wassong und Dean Andrew. Aus diesem Austausch entwickelte sich der Plan, die Jets im künftigen Javelin Park Hangar Museum auszustellen, das derzeit in der Nähe des ehemaligen RAF-Stützpunkts gebaut wird.
Eine Woche vor der Übergabe starteten die beiden Kampfflugzeuge von britischen Luftwaffenbasen in Richtung Elmpt. Ihre Ankunft wurde von einem Tiefflug zweier Tornados der deutschen Luftwaffe begleitet – ein Symbol für die langjährige Freundschaft zwischen den beiden Nationen.
Elmpt spielte bis 2002 eine zentrale Rolle als Auslandsstandort der RAF und beherbergte jahrzehntelang Flugzeuge dieser Typen. Das neue Museum wird sich auf den Beitrag der Basis zum europäischen Frieden während des Kalten Krieges und darüber hinaus konzentrieren. Der Projektentwickler Verdion, der das ehemalige Militärgelände erwarb, hat sich verpflichtet, das Museum zu finanzieren, um das Erbe der RAF zu ehren.
Während der Übergabe äußerte Bürgermeister Wassong – der kurz vor seinem Amtsende steht – Stolz darüber, das Projekt noch vor seinem Ausscheiden abgeschlossen zu haben. Die Jets werden nun zu zentralen Exponaten des Museums und bewahren so ihre Geschichte für künftige Besucher.
Sobald der Bau des Javelin Park Hangar Museum abgeschlossen ist, werden der Jaguar und der Tornado dort dauerhaft ausgestellt. Ihre Rückkehr nach Elmpt stellt sicher, dass das militärische Erbe des Stützpunkts der Öffentlichkeit zugänglich bleibt. Das Projekt festigt zudem die Verbindung zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland durch die gemeinsame Luftfahrtsgeschichte.






