Historisches Emmabank-Ufer im Hamburger Burgerpark gerettet: Sanierung nach jahrzehntelangem Verfall
Eggert StriebitzHistorisches Emmabank-Ufer im Hamburger Burgerpark gerettet: Sanierung nach jahrzehntelangem Verfall
Historisches Emmabank-Ufer im Hamburger Burgerpark nach aufwendiger Sanierung wiederhergestellt
Eine umfangreiche Restaurierung hat das historische Emmabank-Ufer im Hamburger Burgerpark vor dem Verfall bewahrt. Die Arbeiten wurden notwendig, nachdem jahrzehntelange Bodensenkungen die Sandsteinstrukturen schwer beschädigt hatten. Die Finanzierung übernahm die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie die Karin-und-Uwe-Hollweg-Stiftung.
Seit den 1980er-Jahren war das Emmabank-Ufer kontinuierlich abgesackt. Geodätische Vermessungen des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung Hamburg zeigten, dass sich der Boden jährlich um 1 bis 2 Zentimeter senkte. Bis 2020 betrug die Gesamtabsenkung bereits über 20 Zentimeter – mit der Folge von Rissen und Instabilität in der neoklassizistischen Bankanlage und dem umliegenden Steinwerk.
Die Restaurierung begann im August 2025 mit dem behutsamen Zerlegen der Bank in einzelne Segmente. Jedes Teil wurde gereinigt, instand gesetzt und anschließend wieder zusammengesetzt. Auch das originale Mosaikpflaster wurde unter Verwendung von Steinen aus früheren Reparaturen wiederhergestellt.
Die Ingenieure sahen sich mit schwierigen Bodenverhältnissen konfrontiert, die ein komplexes Fundamentsystem mit Punktlagern erforderten. Diese Lösung stabilisierte die Konstruktion und stoppte das weitere Absinken. Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf rund 100.000 Euro.
Das sanierte Emmabank-Ufer steht nun nach Jahren der schleichenden Absenkung wieder sicher. Seine Sandsteinelemente und das Mosaikpflaster wurden in den ursprünglichen Zustand versetzt. Dank der Maßnahme bleibt das historische Bauwerk für künftige Besucher des Burgerparks erhalten.