06 June 2026, 22:31

Indischer Stahlriese Jindal Steel will Thyssenkrupp-Stahlsparte übernehmen

Angebot aus Indien für Thyssenkrupp Steel

Indischer Stahlriese Jindal Steel will Thyssenkrupp-Stahlsparte übernehmen

Indischer Stahlkonzern Jindal Steel legt Angebot für Thyssenkrupp-Stahlsparte vor

Der indische Stahlproduzent Jindal Steel hat ein unverbindliches Angebot für den Kauf der Stahlsparte von Thyssenkrupp abgegeben. Der Schritt markiert den jüngsten Vorstoß des Unternehmens in Europa, nachdem es erst kürzlich ein tschechisches Stahlwerk übernommen hat. Nun wird der Thyssenkrupp-Aufsichtsrat die finanziellen, ökologischen und beschäftigungspolitischen Auswirkungen des Angebots prüfen.

Jindal Steel, einer der größten integrierten Stahlhersteller Indiens, strebt eine Ausweitung seiner Präsenz in Europa an. Das Unternehmen, das auch in Afrika und Australien aktiv ist, verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 12 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 22 Prozent. Das aktuelle Angebot folgt auf den kürzlichen Kauf eines Stahlwerks in Tschechien.

Ursprünglich hatte Thyssenkrupp geplant, seine Stahlsparte mit der Gruppe des tschechischen Milliardärs Daniel Křetínský zu fusionieren. Doch Jindals Angebot eröffnet nun eine alternative Option. Die Stahlsparte des deutschen Konzerns erzielte im Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz von 10,7 Milliarden Euro und ein bereinigtes operatives Ergebnis von 261 Millionen Euro.

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Im Rahmen des vorgeschlagenen Deals hat sich Jindal Steel verpflichtet, das DRI-Werk in Duisburg fertigzustellen und zusätzlich über 2 Milliarden Euro zu investieren. Ziel ist es, Thyssenkrupp Steel zum größten integrierten und klimafreundlichen Stahlproduzenten Europas auszubauen. Die Gewerkschaft IG Metall unterstützt das Angebot und bewertet es als positive Nachricht für die Belegschaft.

Der Thyssenkrupp-Aufsichtsrat wird das Angebot anhand seiner wirtschaftlichen Tragfähigkeit, der Pläne für die grüne Transformation und der Arbeitsplatzgarantien bewerten. Bei einer Zustimmung würde der Deal Jindal Steels Position in Europa deutlich stärken. Die Entscheidung wird zudem die Zukunft der Thyssenkrupp-Stahlproduktion und ihrer Mitarbeiter prägen.

Quelle