Jugendkriminalität in NRW sinkt – doch die Zahl junger Opfer steigt leicht an
Wally KlemtMehr junge Opfer von Kriminalität in NRW - Jugendkriminalität in NRW sinkt – doch die Zahl junger Opfer steigt leicht an
In Nordrhein-Westfalen sinkt die Zahl der unter 21-jährigen Tatverdächtigen bei den aktuellen Nachrichten. Die Jugendkriminalität nahm 2024 um 7,4 Prozent ab und setzt damit einen langfristigen Rückgangstrend fort. Gleichzeitig stieg die Zahl junger Opfer leicht an: 2023 wurden 76.675 Fälle registriert, ein Plus von 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders deutlich ist der Rückgang bei alkoholverbundener Jugendkriminalität. Während 2015 noch rund 10.300 Fälle mit jungen Tatverdächtigen in diesem Bereich verzeichnet wurden, waren es 2024 weniger als 3.700. Bundesweit ging auch die Gesamtzahl der unter 21-Jährigen, die als Tatverdächtige erfasst wurden, zurück – von 483.000 im Jahr 2023 auf 452.000 im Jahr 2024. Insgesamt verringerte sich die Jugendkriminalität in Nordrhein-Westfalen um 10,4 Prozent, wobei die meisten Deliktgruppen betroffen waren. Einige Straftaten bildeten jedoch eine Ausnahme: So stiegen Körperverletzungen, Landfriedensbrüche, Erpressungen und Beleidigungen an. Bei den Tatverdächtigen waren 72 Prozent männlich, 28 Prozent weiblich. Bei den Opfern zeigte sich ein ausgeglicheneres Bild: 54,7 Prozent waren männlich, 45,3 Prozent weiblich. Die Daten lieferten keine konkreten Gründe für den Anstieg junger Opfer und auch keinen direkten Zusammenhang mit einer Zunahme junger Täter. Die aktuellen Nachrichten belegen einen deutlichen Rückgang der Jugendkriminalität, insbesondere bei alkoholverbundenen Straftaten. Während immer weniger junge Menschen gegen das Gesetz verstoßen, werden jedoch mehr von ihnen zu Opfern. Die Behörden verfügen nun über aktualisierte Statistiken, um gezielte Präventionsmaßnahmen zu planen.






