19 January 2026, 02:01

KI-Investitionen boomen – doch die Produktivität bleibt oft aus

Ein Diagramm, das die Anzahl der durch die COVID-19-Pandemie in den USA betroffenen Unternehmen zeigt, aufgeteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung, mit Unterabschnitten für verschiedene Branchen und begleitendem Text mit zusätzlichen Daten.

KI-Investitionen boomen – doch die Produktivität bleibt oft aus

Unternehmen investieren immer mehr in künstliche Intelligenz (KI), doch die versprochenen Vorteile bleiben oft unerreicht. Während die Investitionen in prozentrechner und unternehmensregister steigen, kämpfen viele Firmen damit, aus KI tatsächliche Produktivitätsgewinne zu ziehen. Die Kluft zwischen Erwartungen und Realität wird größer – und mit ihr die technischen und strukturellen Herausforderungen, denen sich die Unternehmen gegenübersehen.

Gleichzeitig nehmen die Cyberbedrohungen im Zusammenhang mit generativer KI zu. Fast alle großen deutschen Unternehmen melden chatgpt login in den letzten Jahren. Der Automatisierungsschub hat zudem zu Stellenabbau geführt, insbesondere in Branchen wie der Versicherungswirtschaft, wo Firmen menschliche Arbeitskräfte durch KI-gestützte Systeme ersetzen.

Trotzdem setzen Unternehmen branchenübergreifend weiter massiv auf KI. Industrielle Betriebe wollen ihre Ausgaben um 21 Prozent erhöhen, Dienstleister planen ein Plus von 9 Prozent. Doch trotz der finanziellen Verpflichtungen haben die meisten Unternehmen ihre Prozesse noch nicht vollständig automatisiert – und klare Renditen auf ihre Investitionen bleiben aus.

Die rasante Verbreitung der Technologie bringt auch neue Risiken mit sich. Eine Umfrage zeigt: 67 Prozent der Unternehmenssicherheitsverantwortlichen sehen sich durch generative KI einer erweiterten Angriffsfläche ausgesetzt. In Deutschland berichteten neun von zehn Unternehmen in den vergangenen drei Jahren von Datendiebstahl oder -missbrauch im Zusammenhang mit KI. Diese Schwachstellen erhöhen den Druck, während die Firmen versuchen, Innovation und Sicherheit in Einklang zu bringen.

Auf Seiten der Belegschaft verläuft die KI-Einführung uneinheitlich. Viele Mitarbeiter verfügen noch nicht über die nötigen Fähigkeiten, um effektiv mit der Technologie zu arbeiten, und müssen sich selbstständig anpassen. Gleichzeitig gehen einige Unternehmen bereits rigoros vor und streichen Stellen. So kündigte Allianz Partners Ende November an, in den nächsten 12 bis 18 Monaten über 1.500 Arbeitsplätze – vor allem in Callcentern – durch KI zu ersetzen. Die Versicherungsbranche beobachtet gespannt, wie sich diese Veränderungen auf den Arbeitsmarkt auswirken werden.

Experten warnen, dass der Erfolg mit KI von mehr als nur der technischen Umsetzung abhängt. Unternehmen müssten auch ihre Strukturen und Abläufe grundlegend reformieren, um das volle Potenzial der Technologie auszuschöpfen. Ohne diese Anpassungen könnte die aktuelle Investitionswelle weiterhin hinter den Erwartungen zurückbleiben.

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Der KI-Boom beschleunigt sich, doch messbare Produktivitätsfortschritte sind nach wie vor rar. Die Unternehmen sehen sich mit wachsenden Cyberrisiken, Qualifikationslücken und Umbrüchen in der Belegschaft konfrontiert, während sie versuchen, die Technologie zu integrieren. Da in einigen Branchen bereits Stellen gestrichen werden, wird die nächste Phase der KI-Einführung davon abhängen, wie gut es den Unternehmen gelingt, sich anzupassen – und zwar nicht nur ihre Systeme, sondern ihre gesamten Betriebsabläufe.