17 January 2026, 13:41

KiBiz-Reform in NRW: Wüst sucht Kompromiss mit Kitas und Erziehern nach harter Kritik

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte der westfälischen Geographie, das auf einer schwarzen Oberfläche liegt.

Wüst zeigt Bereitschaft für Kindergarten-Kompromiss nach scharfer Kritik - KiBiz-Reform in NRW: Wüst sucht Kompromiss mit Kitas und Erziehern nach harter Kritik

Nordrhein-Westfalens Landesregierung startet Beratungen zur Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz)

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat Vertreter von Kitas, Erzieher:innen und Wohlfahrtsverbände eingeladen, um deren Bedenken gegen den Entwurf des neuen Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) zu diskutieren. Der Schritt folgt auf Kritik an dem Gesetzentwurf, der zwar die frühkindliche Bildung verbessern soll, aber auf Widerstand bei wichtigen Interessengruppen stößt.

Die geplante KiBiz-Reform konzentriert sich auf vier zentrale Punkte: mehr Planbarkeit für Eltern, höhere Qualität in der Frühpädagogik, bessere Arbeitsbedingungen für Fachkräfte sowie größere finanzielle Spielräume für Träger. Ein Kernstück ist die Einführung eines "Kernzeitenmodells", das den Fachkräftemangel abmildern und den Kita-Betrieb stabilisieren soll. Wüst räumte ein, dass trotz gestiegener Mittel nicht alle Forderungen erfüllt werden könnten.

Wie der Ministerpräsident betonte, hat sich das Kita-System in NRW in den vergangenen 20 Jahren zwar ausgebaut, bleibe aber instabil. Die Freie Wohlfahrtspflege hat bereits Widerspruch eingelegt und warnt, der Entwurf könnte zu Qualitätsverlusten, zusätzlichem Bürokratieaufwand und unzureichender Finanzierung der Träger führen. Das Gesetzgebungsverfahren steht noch am Anfang; Wüst kündigte an, das Feedback zu prüfen, bevor die Vorlage ins Parlament eingebracht wird. Selbst bei einer Verabschiedung treten die Änderungen frühestens zum Kita-Jahr 2027/28 in Kraft – obwohl die Reform noch in dieser Legislaturperiode beschlossen werden soll.

Die Bereitschaft der Landesregierung, auf Kritiker:innen einzugehen, deutet auf mögliche Nachbesserungen hin. Kita-Träger und Fachkräfte erhalten nun die Gelegenheit, die Endfassung des Gesetzes mitzugestalten, bevor sie dem Parlament vorgelegt wird. Die endgültige Fassung wird zeigen, wie das System in den kommenden Jahren die Herausforderungen bei Qualität, Finanzierung und Personal bewältigen kann.