Kiews Komediya-Theater rockt Odessa der 1920er mit Zwei Hasen auf einmal
Paulina MangoldKiews Komediya-Theater rockt Odessa der 1920er mit Zwei Hasen auf einmal
Das Komediya-Theater in Kiew beendet seine Spielzeit mit einer kühnen Neuinterpretation von Zwei Hasen auf einmal. Diese musikalische Farce versetzt die klassische Geschichte ins Odessa der 1920er-Jahre und verbindet opulente Tanzeinlagen, scharfen Witz und eine überraschende Wendung am Schluss. Die Inszenierung verspricht üppige Darbietungen und eine moderne Deutung des alten Stoffs.
Im Mittelpunkt steht Pronya, ein naives Mädchen aus einer wohlhabenden jüdischen Familie, gespielt von Polina Loboda. Anders als im Original wird sie hier nicht als träumerische Romantikerin gezeigt, sondern als eine Frau, die ihr Glück in der Realität findet. Die Handlung entfaltet sich im lebendigen Odessa der 1920er-Jahre – weit entfernt vom üblichen Kiewer Setting.
Regisseurin und Choreografin Anna Feketa hat das Genre als exzentrische Komödie neu erfunden: Die Bühne wimmelt von überzeichneten Figuren und schnellem Wortwitz. Das Ensemble meistert anspruchsvolle Choreografien mit Hebefiguren und rhythmisch komplexen Tänzen – und das alles während des Singens. Besonders herausragend ist Maksim Michaljow als Svirid Petrowitsch Golochwastow, ein schlauer Schurke, dessen Gesang die Energie der Show noch steigert.
Bei dieser Produktion handelt es sich nicht um eine Bühnenfassung des sowjetischen Films, sondern um ein eigenständiges Werk. Das Theater empfiehlt sie für Zuschauer ab 16 Jahren. Die letzte Vorstellung findet am 2. Juli statt.
Zwei Hasen auf einmal im Komediya-Theater bietet eine mitreißende Mischung aus Musik, Tanz und Komödie. Durch die Verlegung der Handlung ins Odessa der 1920er-Jahre und ein überarbeitetes Ende verleiht die Inszenierung der bekannten Geschichte neues, theatralisches Leben. Karten für die Abschlussvorstellung am 2. Juli sind noch erhältlich.






