Klimaverhandlungen in Bonn: Die Welt kämpft gegen die 1,5-Grad-Grenze – doch die Zeit drängt
Eggert StriebitzKlimaverhandlungen in Bonn: Die Welt kämpft gegen die 1,5-Grad-Grenze – doch die Zeit drängt
Weltweit steigen Temperaturen seit drei Jahren mehr als 1,5°C über vorindustrielles Niveau
Dieser Meilenstein fällt mit dem Beginn der entscheidenden Klimaverhandlungen in Bonn zusammen, wo über 6.500 Teilnehmer aus 186 Ländern Lösungen aushandeln sollen.
Die zehntägigen Bonner Gespräche bringen Politiker, Diplomaten, Aktivisten, Lobbyisten und Journalisten an einen Tisch. Ihr Ziel: die Umsetzung des Pariser Abkommens vorantreiben, das die globale Erwärmung auf deutlich unter 2°C – möglichst 1,5°C – begrenzen soll.
UN-Klimachef Simon Stiell fordert beschleunigten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen Stiell warnte, dass die anhaltende Abhängigkeit von Öl, Gas und Kohle Inflation, wirtschaftliche Instabilität und politische Verwundbarkeit verschärfe. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten habe die Krise zusätzlich zugespitzt: Die Treibstoffpreise steigen, die wirtschaftliche Belastung vertieft sich.
Experten betonen: Nur mit ehrgeizigen Klimazielen lassen sich die Pariser Vorgaben einhalten Ohne sofortiges Handeln drohen weitere Temperaturanstiege und verschärfte Klimafolgen. Die Bonner Verhandlungen werden zeigen, wie ernst es der Weltgemeinschaft mit Emissionsreduktion und der Energiewende ist. Gelingt der Durchbruch, könnte das die Wirtschaft stabilisieren und die Abhängigkeit von schwankenden Rohstoffmärkten verringern. Scheitern die Gespräche, bleiben die Staaten den steigenden Temperaturen und wachsender Instabilität ausgeliefert.






