06 June 2026, 16:28

Kontrollierte Sprengung: Kühlturm in Gelsenkirchen-Scholven fällt für Wasserstoff-Zukunft

Uniper Sprengt Kühlturm für H2-Bereiten Kraftwerk in Scholven

Kontrollierte Sprengung: Kühlturm in Gelsenkirchen-Scholven fällt für Wasserstoff-Zukunft

Kühlturm des Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven durch kontrollierte Sprengung abgerissen

Am 6. September 2025 wurde ein gewaltiger Kühlturm des Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Der Abriss markiert einen wichtigen Schritt in Unipers Plan, den ehemaligen Kohlestandort in ein modernes, wasserstofftaugliches Gaskraftwerk umzuwandeln.

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Die Demontage des Kohleblocks im Kraftwerk Gelsenkirchen-Scholven hatte bereits im April 2024 begonnen. Zum Zeitpunkt der Sprengung wurde eine 300 Meter große Sicherheitszone eingerichtet, doch eine Evakuierung der Anwohner war nicht erforderlich. Die Detonation erfolgte zwischen 9:00 und 13:00 Uhr, wobei 60 Kilogramm Sprengstoff eingesetzt wurden, um sicherzustellen, dass die 11.000 Tonnen schwere Konstruktion gezielt in eine Richtung einstürzte.

Die Sprengmeisterin Ulrike Matthes von der Thüringer Sprengmittel GmbH leitete die Aktion. Durch vertikale und Fallschlitze im Turm wurde dessen kontrollierter Einsturz ermöglicht. Uniper plant, den anfallenden Betonschutt vor Ort zu recyceln und damit die durch den Abriss entstandenen Baugruben aufzufüllen.

Dr. Lars Wiese, der Werksleiter, bezeichnete die Sprengung als ein sichtbares Zeichen für den Wandel in Scholven hin zu Dekarbonisierung, Versorgungssicherheit und einer langfristigen Nutzung des Standorts. Weitere Abrissarbeiten sind für 2026 vorgesehen, während Uniper das Gelände für das neue Gaskraftwerk vorbereitet. Die Anlage soll H₂-ready sein, das heißt, sie kann in Zukunft vollständig mit Wasserstoff betrieben werden.

Mit dem Abriss des Kühlturms schafft Uniper Platz für die nächste Entwicklungsphase. Der recycelte Schutt wird dazu beitragen, das Gelände für das neue Gaskraftwerk vorzubereiten – ein Projekt, das sich in die deutschen Bestrebungen nach sauberer Energie einfügt. Im kommenden Jahr werden weitere Rückbauarbeiten erwartet, während die Umgestaltung des Standorts voranschreitet.

Quelle