28 January 2026, 13:54

Kovačs Zukunft beim BVB: Warum die Geduld der Führung schwindet

Ein Plakat der FC Levadia Tallinn Mannschaft mit einer Gruppe von Menschen im Vordergrund, Fußball auf dem Boden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund und Text mit einem Logo unten.

Kovačs Zukunft beim BVB: Warum die Geduld der Führung schwindet

Borussia Dortmund befindet sich in der Bundesliga mit nur einer Saisonniederlage nahe der Tabellenspitze. Trotz dieser starken Bilanz gibt es weiterhin Fragen zur Herangehensweise von Trainer Niko Kovač. Die Vereinsführung hat deutlich gemacht, dass sie von Mannschaft und Cheftrainer mehr erwartet.

Seit seinem Amtsantritt hat Kovač 54 Spiele betreut – mit 32 Siegen und 10 Niederlagen. Sein Team kämpft weiterhin um den Einzug in die K.-o.-Phase der Champions League. Doch das enttäuschende Ausscheiden im Achtelfinale des DFB-Pokals hat die wachsende Unzufriedenheit weiter geschürt.

Die Leistungen der Mannschaft wirken oft unentschlossen, und Schlüsselspieler überzeugen nicht durchgehend. Zwar sind die Ergebnisse solide, doch die Vereinsführung will Dominanz – nicht nur knappe Siege. Gefordert wird eine Rückkehr zum schnellen, offensiven Fußball, den Kovač bisher nur teilweise umsetzt.

Interne Kritik zielt auf Kovačs taktische Entscheidungen, insbesondere seinen Verzicht auf klassische Flügelspieler – eine Strategie, die einst den Erfolg Dortmunds prägte. Sportdirektor Sebastian Kehl betonte während des Trainingslagers im Januar 2026 in Marbella die Notwendigkeit einer besseren Einbindung junger Talente und überzeugenderer Leistungen. Die Geduld des Vereins hängt davon ab, ob Kovač diese Anforderungen erfüllt.

Die Saison verläuft in Liga und Europa zwar nach Plan, doch die Erwartungen steigen. Die Führung verlangt deutlichere Siege, eine stärkere Spielidentität und Perspektiven für den Nachwuchs. Kovačs Zukunft könnte davon abhängen, wie schnell er sich der Vereinsphilosophie anpasst.