12 April 2026, 00:40

Kreis Düren verabschiedet Krisenmanager Aßhoff – und steht vor ungelösten Problemen

Alte Karte aus dem 18. Jahrhundert von Köln, Deutschland, die Gebäude, Bäume und Text auf altem Papier zeigt.

Kreis Düren verabschiedet Krisenmanager Aßhoff – und steht vor ungelösten Problemen

Mit einer Abschiedsfeier endete die kommissarische Amtszeit von Ferdinand Aßhoff als staatlich bestellter Beauftragter im Kreis Düren. Seine Ernennung war ein beispielloser Schritt in Nordrhein-Westfalen, der auf einen spektakulären Schmuggelskandal folgte. Die Veranstaltung unterstrich zugleich die anhaltenden Herausforderungen, vor denen die lokalen Verantwortlichen nach dem Eklat stehen.

Aßhoff war eingesetzt worden, um den Kreis Düren nach der Suspendierung des damaligen Landrats Wolfgang Spelthahn zu stabilisieren, der in Verbindung mit der Schmuggelaffäre unter Beschuss geraten war. Während seiner Amtszeit traf er mutige Entscheidungen, darunter den umstrittenen Vorstoß, Kita-Gebühren wieder einzuführen – ein Schritt, der bei lokalen Politikern auf scharfe Kritik stieß. Thomas Wilk, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Köln, räumte später ein, dass nicht alle Maßnahmen Aßhoffs auf breite Zustimmung trafen.

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Sein vorrangiges Ziel bestand darin, die Finanzen des Kreises neu auszurichten und die Kommunen vor weiteren Belastungen zu schützen. Mit strengen Sparvorgaben versuchte er, die Folgen des Skandals in den Griff zu bekommen, doch die Spannungen blieben bestehen. Marion Schunck-Zenker, Bürgermeisterin von Linnich und Sprecherin der Bürgermeister im Kreis, betonte die enorme Belastung, die in dieser Phase auf den lokalen Verantwortlichen lastete.

Auffällig bei der Abschiedsveranstaltung war eine prominente Abwesenheit: Der neu gewählte Landrat Ralf Nolten ließ sich entschuldigen – er befand sich im Urlaub. Nolten hatte zuvor Aßhoffs Sparmaßnahmen kritisiert, was die bestehenden Gräben weiter vertiefte. Unterdessen stehen die Kreisbediensteten, die während der Krise besonders gefordert waren, nun vor der Aufgabe, unter neuer Führung einen Neuanfang zu wagen.

Mit dem offiziellen Ende von Aßhoffs Amtszeit muss der Kreis Düren seinen Weg aus der Krise nun ohne seine Übergangsführung finden. Die Nachwehen des Schmuggelskandals prägen weiterhin die lokale Politik, während die Verantwortlichen daran arbeiten, Stabilität wiederherzustellen. Die nächsten Schritte werden zeigen, wie der Kreis seine finanziellen und verwaltungstechnischen Herausforderungen langfristig meistert.

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