09 February 2026, 01:10

Krischer diskutiert in Solingen über Radwege und nachhaltige Verkehrspläne

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen, Fußgängern, Radfahrern, Gebäuden, Strommasten, Schildern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Krischer diskutiert in Solingen über Radwege und nachhaltige Verkehrspläne

NRW-Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer besuchte Solingen im Rahmen der Grünen-Landestour

Diese Woche reiste Nordrhein-Westfalens Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) nach Solingen, um im Rahmen der regionalen Tour seiner Partei über Verkehrsprobleme und Pläne für eine nachhaltige Infrastruktur zu diskutieren. Rund 80 Bürgerinnen und Bürger nahmen an einer Abendveranstaltung teil und stellten Fragen zu klimafreundlicher Mobilität und wirtschaftlichem Wachstum.

Krischers Besuch begann mit einer Begehung der Kamper Straße, wo fehlende Radwege Fahrradfahrer in den gefährlichen Verkehr zwingen. Finn Grimsehl-Schmitz, Stadtrat der Grünen und Organisator der Veranstaltung, wies vor Ort auf die Risiken hin. Später besuchte die Gruppe die geplante neue Trasse, die das Industriegebiet Scheuren mit der Viehbachtalstraße verbinden soll – ein Projekt, das für die lokale Wirtschaft als entscheidend gilt.

Im Veranstaltungsort Cobra traf Krischer auf die Landesvorsitzende der Grünen, Yazgülü Zeybek, und den Mobilitätsexperten Professor David Kohlrautz. Gemeinsam erörterten sie Möglichkeiten, den Verkehr zu verbessern und gleichzeitig Solingens Wirtschaft zu stärken, die in der Region etwa 2.500 Arbeitsplätze bietet. Jörg Püttbach, Vorsitzender des lokalen Wirtschaftsverbands BIA, betonte die Bedeutung des Vorhabens für Beschäftigte und Unternehmen.

Bürgermeister Daniel Flemm (CDU) forderte Landesunterstützung für Solingens Verkehrspläne und rief zu einer Aktualisierung der regionalen Straßeninfrastrukturstrategie auf. Sein Stellvertreter Andreas Budde schlug vor, Schwerlastverkehr aus Merscheids Wohngebieten umzuleiten, um Platz für die Veloroute 2 zu schaffen. Krischer hob die breite Einigkeit zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft bei den Zielen einer nachhaltigen Verkehrswende hervor.

Erste Fortschritte gibt es bereits: Zwischen 2022 und 2024 wurde ein fünf Kilometer langer Abschnitt der Veloroute 2 (Rheinroute) von Gräfrath bis Solingen-Mitte ausgebaut. Neue Radwege entlang der Wupper entlasten nun den Straßenverkehr. Weitere Abschnitte sind geplant, darunter eine Verlängerung bis Wuppertal (Fertigstellung 2027) und innerstädtische Verbesserungen bis 2028.

Der Besuch unterstrich Solingens Bestrebungen, sichere Radverbindungen und bessere Verkehrsanbindungen zu schaffen. Die Gespräche Krischers mit Bürgern und Verantwortlichen zeigten, wie wichtig Landesförderung ist, um die lokalen Pläne umzusetzen. Als nächste Schritte stehen Finanzierungsentscheidungen und Zeitpläne für die Bauvorhaben an.