06 January 2026, 21:36

Mächtige Männer und ihre geheimen Geliebten: Wie fünf Affären die Geschichte prägten

Eine Tasche mit der Aufschrift "Bibliotheksliebhaber" und einige Bücher auf einem Bett.

Die Nachkommen von Madame Pompadour - Mächtige Männer und ihre geheimen Geliebten: Wie fünf Affären die Geschichte prägten

Fünf mächtige europäische Herrscher – Ludwig XV., König Ludwig I. von Bayern, François Mitterrand, Helmut Kohl und Willy Brandt – pflegten jeweils geheime oder offene Beziehungen zu Frauen außerhalb ihrer Ehen. Diese Affären, die in privaten Kreisen längst bekannt waren, wurden erst Jahre später einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Eine neue Dokumentation von Terra X History wirft nun ein Licht auf die beteiligten Frauen und hinterfragt herkömmliche Vorstellungen über politische Geliebte und Mätressen.

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Madame de Pompadour, die offizielle Mätresse des französischen Königs Ludwig XV., übte beträchtlichen Einfluss am Hof aus. Sie beriet den Monarchen in politischen Fragen und förderte Künstler sowie Intellektuelle. Anders als andere Geliebte wurde ihre Rolle bereits zu Lebzeiten öffentlich anerkannt.

Ludwig I. von Bayern ging mit der Tänzerin und Kurtisane Lola Montez einen anderen Weg. Der König bekannte sich öffentlich zu seiner Liebe und übertrug ihr sogar Teile seines Vermögens. Doch der Skandal trug schließlich zu seiner Abdankung im Jahr 1848 bei.

Die Affäre von François Mitterrand mit der Kunsthistorikerin Anne Pingeot blieb jahrzehntelang verborgen. Die beiden führten ein „zweites Familienleben“ und zogen gemeinsam eine Tochter groß. Erst nach Mitterrands Tod 1996 wurde die Beziehung bekannt.

Helmut Kohls Geliebte, Beatrice Herbold, lernte den ehemaligen Bundeskanzler in einer Sauna in Bad Hofgastein kennen. Ihre Beziehung blieb bis lange nach dem Ende seiner politischen Karriere geheim. Auch Willy Brandts langjährige Affäre mit der Journalistin Heli Ihlefeldt kam erst posthum ans Licht.

In allen Fällen wussten die Ehefrauen dieser Männer von den Beziehungen. Gesellschaftliche Erwartungen und der Anstand hielten sie jedoch davon ab, damals öffentlich Stellung zu nehmen.

Die Terra X History-Dokumentation stellt diese Frauen nicht als bloße Fußnoten der Geschichte dar, sondern als Persönlichkeiten, die selbst Geschichte prägten. Ihre Geschichten, einst nur geflüstert, werden nun offen erzählt. Das Programm will das Bild politischer und königlicher Mätressen über veraltete Klischees hinaus verändern.