16 April 2026, 20:35

Margarete Roderig erhält Bundesverdienstkreuz für jahrzehntelanges soziales Engagement

Ein Mann im Rollstuhl mit einer Plakette, umgeben von förmlich gekleideten Menschen in einem Raum mit Stühlen, einer Fahne und Vorhängen.

Margarete Roderig erhält Bundesverdienstkreuz für jahrzehntelanges soziales Engagement

Margarete Roderig ist mit dem Bundesverdienstkreuz für ihr lebenslanges Engagement in sozialen Belangen ausgezeichnet worden. Die Ehrung, überreicht von Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen, würdigt ihren Einsatz für benachteiligte Gruppen und die Förderung von Inklusion. Ihr Wirken erstreckt sich über Jahrzehnte – von Gemeinschaftsverpflegungen über die Behindertenrechtsarbeit bis hin zu politischem Engagement.

Roderigs berufliche Laufbahn begann im Sozialwesen, wo sie als stellvertretende Leiterin einer Wohnheim-Einrichtung tätig war. Später leitete sie die Zentrale Planungsabteilung beim Haus der Technik e.V. in Essen. Doch ihre nachhaltigste Wirkung entfaltete sie durch ehrenamtliche Arbeit.

2003 übernahm sie die Leitung der Borbecker Niederlassung des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. (SkF) – eine Position, die sie bis heute innehat. Zwanzig Jahre später initiierte sie 2023 Borbecker Mahl-Zeit, ein Angebot für warme Mahlzeiten und gesellschaftlichen Austausch für Menschen in Not. Die Initiative entwickelte sich schnell zu einer wichtigen Stütze für viele im Stadtteil.

Ihr Einsatz für Inklusion führte 2004 zur Gründung von Flotte Socke. Der Verein fördert gemeinsame Aktivitäten von Menschen mit und ohne Behinderung; Roderig wirkt hier sowohl als Vorsitzende als auch als Tanzlehrerin. Das Projekt gilt mittlerweile als Vorbild für gelungene Gemeinschaftsintegration.

Auch die Politik begleitete ihren Weg: Seit 1976 ist sie CDU-Mitglied und übernahm in Essen verschiedene kommunale Ämter. Für ihr Wirken erhielt sie im Juni 2023 die Ehrenplakette der Stadt – nur Monate vor der nationalen Auszeichnung.

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Das Bundesverdienstkreuz, die höchste zivile Auszeichnung Deutschlands, wurde ihr am 9. Dezember 2025 überreicht. Seit seiner Einführung 1951 wurde es über 260.000 Mal an Persönlichkeiten verliehen, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben.

Die Auszeichnung unterstreicht Roderigs langjähriges Engagement in der Sozialarbeit, der Behindertenrechtsbewegung und der Kommunalpolitik. Ihre Projekte bieten weiterhin Mahlzeiten, Unterstützung und Begegnungsmöglichkeiten in Essen. Gleichzeitig zeigt die Ehrung, welch prägende Kraft bürgerschaftliches Engagement für das Gemeinschaftswohl entfalten kann.

Quelle