Markus Lewe tritt nach 16 Jahren als Münsters Oberbürgermeister zurück
Paulina MangoldMarkus Lewe tritt nach 16 Jahren als Münsters Oberbürgermeister zurück
Markus Lewe ist nach 16 Jahren im Amt als Oberbürgermeister von Münster zurückgetreten. Seine Amtszeit, die am 21. Oktober 2009 begann, war geprägt von einem Bevölkerungszuwachs um 40.000 Einwohner und der Bewältigung zahlreicher Krisen. Am 1. November 2025 wird Tilman Fuchs sein Nachfolger im Amt antreten.
Lewe wurde 2009 erstmals gewählt und 2015 sowie 2020 in seinem Amt bestätigt. Während seiner Amtszeit führte er Münster durch schwere Herausforderungen, darunter die Schneekatastrophe 2010, das Hochwasser 2014, den Fahrzeuganschlag 2018 und die COVID-19-Pandemie. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf der Förderung des bürgerlichen Engagements und der Stärkung einer Kultur der Teilhabe in der Stadt.
Unter seiner Führung erhielt Münster Anerkennung für seine Klimaschutzbemühungen. Die Stadt wurde 2024 mit dem EU Mission Label ausgezeichnet und erhielt 2025 den Europäischen Klimaanpassungspreis in Gold. Lewe baute zudem Münsters internationale Vernetzung aus, etwa durch Städtepartnerschaften, Klimaallianzen und Solidaritätspakte. 2022 war Münster Gastgeber des G7-Außenministertreffens.
Lewes Einfluss reichte über Münster hinaus: Von 2018 bis 2019 sowie von 2021 bis 2025 amtierte er als Präsident des Deutschen Städtetags. In seinem letzten Amtsjahr begann in Amelsbüren der Bau Deutschlands erster hochmoderner Batteriezellenfabrik, deren Grundsteinlegung im Oktober 2025 stattfand.
Zum Ende seiner Amtszeit zählte Münster rund 320.000 Einwohner. Lewes Erbe umfasst eine gestärkte Bürgerbeteiligung, beachtliche Klimaschutzerfolge und wirtschaftliches Wachstum. Nun liegt es an Tilman Fuchs, diese Entwicklungen fortzuführen.






