17 April 2026, 10:35

MERIAN Reisefestival in Wiesbaden: Zwischen Fernweh und organisatorischen Pannen

Eine Frau mit einer Tasche lächelt umgeben von einer Gruppe von Menschen, die gehen, mit Text auf der linken Seite, der einen Satz über das Sommerarbeitsreisprogramm enthält.

MERIAN Reisefestival in Wiesbaden: Zwischen Fernweh und organisatorischen Pannen

Erstes MERIAN Reisefestival in Wiesbaden: Inspiration zwischen Fernweh und Kritik

Drei Tage lang fand das erste MERIAN Reisefestival im Rhein-Main Congress Center in Wiesbaden statt. Von Samstag bis Montag lockte die Veranstaltung mit Vorträgen, Diskussionen und sinnlichen Erlebnissen rund ums Reisen. Die Organisatoren versprachen eine Mischung aus nahen und fernen Zielen – von Ausflugszielen vor der Haustür bis hin zu exotischen Destinationen wie Costa Rica oder Alaska.

Doch der Einstieg gestaltete sich für viele Besucher am Eröffnungstag holprig: Der Festivaleingang war nur unzureichend ausgeschildert, weder Hinweisschilder noch Banner wiesen den Weg. Erst später tauchte ein handschriftlicher Aushang auf. Im Inneren der Messehalle herrschte dagegen eher gedämpfte Stimmung – die meisten Aktivitäten konzentrierten sich auf die kulinarischen Stände, darunter Rheingau Affineure, die Maldaner Kaffeerösterei und Butta la Pasta.

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Auf zwei Bühnen präsentierten bekannte Persönlichkeiten ihr Reise-Know-how, darunter der Literaturkritiker Denis Scheck, die Reiseautoren Aaron und Achill Moser sowie der Abenteurer Jonas Deichmann. Ihre Vorträge reichten von regionalen Touren bis zu Expeditionen durch Afrika und Alaska. Ein besonderes Highlight bot eine Klangschalen-Demonstration von Schloss Freudenberg, unterstützt von der Wiesbadener Weinkönigin.

Die Eintrittspreise lagen bei 25 Euro für einen Tagespass oder 60 Euro für ein Dreitages-Ticket. Einige Besucher zeigten sich im Nachhinein enttäuscht und fanden, das Angebot stehe in keinem Verhältnis zum Preis. Auch der gemeinsame Auftritt der Region Wiesbaden-Rheingau ließ Raum für Verbesserungen – hier wünschten sich Gäste eine stärkere Präsentation lokaler Attraktionen.

Nach drei Tagen mit Vorträgen, Verkostungen und Reise-Diskussionen ging das Festival zu Ende. Zwar gab es Kritik an der Beschilderung und am Preis-Leistungs-Verhältnis, doch die Veranstaltung brachte Referenten, kulinarische Anbieter und kulturelle Darbietungen unter ein Dach. Sollte das Festival in den kommenden Jahren eine Neuauflage erleben, dürften die Organisatoren über Anpassungen nachdenken.

Quelle