Messe Düsseldorf setzt 2024 auf Rekordumsätze und Expansion in den Nahen Osten
Paulina MangoldDüsseldorf Messeschub für arabisches Geschäft - Messe Düsseldorf setzt 2024 auf Rekordumsätze und Expansion in den Nahen Osten
Die Messe Düsseldorf GmbH, einer der größten deutschen Messeveranstalter, bereitet sich auf eine wechselhafte Phase in den kommenden Jahren vor. Nach einem Rückgang 2025 rechnet das Unternehmen 2024 mit höheren Umsätzen, bevor 2027 ein schwächeres Jahr wird. Die Expansion auf die Arabische Halbinsel und neue Veranstaltungsformate stehen nun im Fokus.
Der Konzern hat seinen Sitz in Düsseldorf, der viertgrößten Messestadt Deutschlands gemessen an der Ausstellungsfläche. 2023 veranstaltete das Unternehmen 81 Messen, davon 26 in der Heimatstadt.
Für 2024 wird ein Umsatz von knapp 420 Millionen Euro erwartet, bei einem Gewinn von rund 40 Millionen Euro. Dieses Wachstum folgt auf ein schwieriges Jahr 2025, als die Zahlen aufgrund eines einmaligen, akquisitionsbedingten Aufwands auf 342 Millionen Euro Umsatz und 29 Millionen Euro Gewinn sanken. Ein wichtiger Treiber für 2024 ist die alle drei Jahre stattfindende Interpack, die Leitmesse der Verpackungsbranche. Die Aussichten für 2027 fallen dagegen weniger positiv aus: Das Unternehmen führt dies auf das Fehlen mehrerer großer zyklischer Veranstaltungen zurück. Um gegenzusteuern, drängt die Messe Düsseldorf in neue Märkte – vor allem auf die Arabische Halbinsel. CEO Wolfram Diener betont das ungenutzte Potenzial der Region; sechs neue Messformate sind geplant. Kooperationen mit lokalen Partnern wie Informa Markets und dem Dubai World Trade Centre sollen die Markteinführung unterstützen.
Im März 2027 wird Düsseldorf erstmals die Xponential, die Fachmesse für Robotik, ausrichten. Die Veranstaltung erweitert ihr Themenspektrum um Verteidigungstechnologien mit Fokus auf Drohnen – ein strategischer Schritt für den traditionell kommerziell ausgerichteten Veranstalter.
Der Aufschwung 2024 folgt auf einen deutlichen Einbruch im Vorjahr. Nun setzt das Unternehmen auf internationales Wachstum, insbesondere im Nahen Osten, und passt sein Portfolio an, um verteidigungstechnische Messen aufzunehmen. Mit diesen Maßnahmen will die Messe Düsseldorf schwächere Jahre ausgleichen und langfristige Stabilität sichern.






