Migrationsberatung in Hamm steht vor dem finanziellen Kollaps – wer hilft den Geflüchteten?
Paulina MangoldMigrationsberatung in Hamm steht vor dem finanziellen Kollaps – wer hilft den Geflüchteten?
Migrationsberatungsdienste in Hamm kämpfen mit finanzieller Not – Kahlschlag bei wichtigen Programmen
Am 1. Oktober machte ein bundesweiter Aktionstag auf die prekäre Lage aufmerksam, als lokale Initiativen in Hamm für bessere Förderung warben. Beraterinnen und Berater, Politiker sowie Geflüchtete und Migrantinnen kamen zusammen, um über Lösungen für die Zukunft zu diskutieren.
Bereits jetzt musste der Jugendmigrationsdienst in Hamm zentrale Angebote streichen. Kurse zu demokratischer Bildung, Kommunikationstraining und Workshops zu sozialen Kompetenzen fielen dem Sparzwang zum Opfer. Währenddessen steht der Haushalt für 2026 noch in den Sternen – die Verantwortlichen hoffen jedoch, dass die Forderungen des Aktionstags die anstehenden Finanzentscheidungen beeinflussen werden.
Im DRK-Heim in Bockum-Hövel präsentierten das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ihre Arbeit. Sie stellten Beratungsangebote für neu angekommene Migrantinnen und Migranten vor, während Fachkräfte von gelungenen Integrationsbeispielen berichteten. Im Rahmen der Veranstaltung gab es zudem Gespräche mit Kommunal- und Bundespolitikern, um die Zukunft der Migrationsberatung abzusichern.
Der Bundestagsabgeordnete Michael Thews (SPD) sicherte bei seinem Besuch zu, sich in Berlin für die Hammerschen Migrationsdienste einzusetzen. Zwar bestätigte er, dass die Bundesförderung weiterfließen werde – doch real drohten Kürzungen. Da keine Haushaltsaufstockung geplant sei, fressen steigende Kosten und Tarifabschlüsse die Mittel für dringend benötigte Programme auf.
Der Aktionstag machte deutlich, wie stark die Migrationsberatung in Hamm unter Druck gerät. Zwar bleibt die Bundesförderung bestehen, doch Inflation und starre Budgets zehren an den Ressourcen. Nun warten die Organisatoren auf die Weichenstellungen für 2026 – in der Hoffnung, dass die Diskussionen zu einer stärkeren Unterstützung der Integrationsarbeit führen.






