Münsters Innenstadt im Machtkampf: Wer hat die besseren Ideen für die Zukunft?
Eggert StriebitzMünsters Innenstadt im Machtkampf: Wer hat die besseren Ideen für die Zukunft?
Wirtschaft trifft Politik: Streit um Münsters Innenstadt
Bei einem kürzlichen Treffen kamen lokale Unternehmer und Stadtratsmitglieder zusammen, um über die Zukunft des Münsteraner Stadtzentrums zu diskutieren. Die unter dem Motto „Wirtschaft trifft Politik“ stehende Veranstaltung konzentrierte sich auf Grundsteuern und den umstrittenen Plan, die Wilhelm-Bockelmann-Straße in eine Fußgängerzone umzuwandeln. Die Teilnehmer debattierten, wie der kämpfende Einzelhandelsbereich wiederbelebt werden könnte.
Die Aktionsgemeinschaft Münster (AGM) hatte die Sitzung organisiert. Die Vorsitzende Maria Plaschka betonte die Herausforderungen, das Stadtzentrum mit knappen Haushaltsmitteln zu revitalisieren. Bisherige Initiativen hätten an mangelnder Koordination und klaren Strategien gekrankt, so Plaschka. Zudem schlug sie vor, die bestehende Stadtmarketing-Gruppe könnte eine aktivere Rolle bei der Bewerbung des Viertels übernehmen.
Wernhard Helms präsentierte eine Reihe von Fotos, die leerstehende Läden entlang der Wilhelm-Bockelmann-Straße und ihrer Umgebung zeigten. Die Aufnahmen unterstrichen den Rückgang an Passanten und Geschäftstätigkeit. Viele Anwesende lehnten den SPD-Vorschlag ab, einen Teil der Straße für Fahrzeuge zu sperren – sie argumentierten, dies würde Kunden vertreiben statt anzulocken.
Die AGM brachte eine Alternative ins Spiel: einen Förderfonds, der neuen Händlern für einige Monate die Mietkosten erstatten soll. Dies, so die Begründung, würde mehr Unternehmen dazu bewegen, sich im Viertel anzusiedeln. Unterdessen kündigte Marco Tews von der SPD-Fraktion an, den Fußgängerzonen-Plan nach massivem Widerstand zurückzuziehen. Plaschka kritisierte zudem den SPD-Ansatz als unausgereift und beklagte, dass wichtige Akteure nicht einbezogen worden seien.
Das Treffen endete ohne konkrete Beschlüsse, machte aber die unterschiedlichen Vorstellungen deutlich, wie Münsters Innenstadt gestärkt werden könnte. Der AGM-Vorschlag für einen Mietkostenzuschuss wird weiter diskutiert, während die SPD-Idee einer Fußgängerzone vorerst vom Tisch ist. Die lokalen Unternehmen drängen weiterhin auf Lösungen, die mehr Kundschaft in die Gegend zurückbringen.






