Neller-Viertel entsteht: Wie ein alter Bahnhof zum autofreien Wohnparadies wird
Paulina MangoldNeller-Viertel entsteht: Wie ein alter Bahnhof zum autofreien Wohnparadies wird
Das Westkreis-Nachbarschaftszentrum wird Anfang 2026 an einen neuen Standort umziehen. Dieser Umzug ebnet den Weg für eine umfassende Neugestaltung des Gebiets, das künftig als Neller-Viertel bekannt sein wird. Die Pläne für das Areal umfassen neuen Wohnraum, Grünflächen sowie ein modernes Design, das die historische Nutzung als Bahnhof aufgreift.
Das Projekt nahm vor Jahren Gestalt an, als Sanders das Gelände erwarb. Die meisten alten Gebäude wurden seitdem abgerissen, und belastete Böden wurden saniert. Ein Abschnitt beherbergt bereits eine Kita, doch die verbleibenden 18.000 Quadratmeter sollen nun vollständig erschlossen werden.
Architekt Raith stellte drei Entwürfe vor, die alle eine parkähnliche Anlage mit einem zentralen Gemeinschaftsbereich vorsehen. Die Pläne nehmen zudem Bezug auf die Vergangenheit des Ortes als Bahnhofsareal. Der Gemeinderat stimmte einstimmig für den Start der Bebauungsplanverfahren und gab damit grünes Licht für das Vorhaben. Das Neller-Viertel wird ein Mix aus Wohnungen bieten: 150 bis 180 Mieteinheiten, aufgeteilt in Reihenhäuser und mehrgeschossige Wohnblocks. Zudem bleibt Spielraum für ein medizinisches Versorgungszentrum und kleine Gewerbebetriebe wie ein Café. Das Viertel wird autofrei angelegt, wobei Stellplätze unterirdisch geschaffen werden.
Mit dem Umzug des Nachbarschaftszentrums 2026 beginnen die Bauarbeiten. Das fertige Viertel wird neue Wohnungen, Grünflächen und Infrastruktur bieten – und dabei die historischen Bezüge des Ortes bewahren. Die unterirdische Parklösung und die autofreie Gestaltung sollen eine ruhigere, fußgängerfreundlichere Umgebung schaffen.






