15 May 2026, 08:42

Neuanfang bei der Linken im Rheinisch-Bergischen Kreis nach Rücktritt des Vorstands

Eine politische Karikatur auf Papier zeigt rote Figuren mit der Bezeichnung "Republikaner" auf einem blauen Rasen, mit übertriebenen verzweifelten Gesichtsausdrücken und erhobenen Armen, begleitet von fetter schwarzer Schrift.

Neuanfang bei der Linken im Rheinisch-Bergischen Kreis nach Rücktritt des Vorstands

Die Linke im Rheinisch-Bergischen Kreis hat nach einer Phase finanzieller und organisatorischer Turbulenzen eine neue Führung gewählt. Der langjährige Vorsitzende Tomás Santillán trat gemeinsam mit zwei weiteren Vorstandsmitgliedern zurück und beendete damit eine Ära für den Ortsverband. Die Veränderungen folgen auf Streitigkeiten über Finanzberichte und die Rechenschaftspflicht der Führung.

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Santillán, eine prägende Figur in Bergisch Gladbach und der Region, legte sein Amt als Vorsitzender des Bezirksvorstands nieder. Auch Sylke Heisterhagen und Hale Bagherzadeh gaben ihre Positionen auf. Santillán räumte die Verantwortung für das ein, was er als „finanzielles Chaos“ bezeichnete, und forderte die neue Führung, die Landes- sowie die Bundespartei auf, die anstehenden Probleme zu lösen.

Auf der jüngsten Mitgliederversammlung wurde Santilláns Finanzbericht wegen formeller Mängel und inhaltlicher Differenzen abgelehnt. Statt an der Sitzung teilzunehmen, reichte er eine Pressemitteilung als „Bericht des Vorstands“ ein. Auch der ehemalige Schatzmeister Klaus Reuschel-Schwitalla wurde nicht entlastet.

Die Mitglieder wählten daraufhin mit großer Zustimmung eine neue Führung. Kolja Pfeiffer und Iwona Winterscheid wurden als gleichberechtigte Vorsitzende gewählt und erhielten deutliche Mehrheiten. Marcel Scharge übernahm das Amt des Schatzmeisters und setzte sich einstimmig mit 40:0 Stimmen durch.

Trotz des Rückzugs bleibt Santillán als einer der Sprecher für Bergisch Gladbach aktiv. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung am Samstag soll weitere lokale Themen behandeln.

Die Linke im Rheinisch-Bergischen Kreis geht nun mit einem verjüngten Führungsteam voran. Pfeiffer, Winterscheid und Scharge müssen sich den finanziellen und organisatorischen Altlasten des früheren Vorstands stellen. Die nächsten Schritte der Partei werden voraussichtlich darauf abzielen, die Strukturen zu stabilisieren und offene Finanzfragen zu klären.

Quelle