Neue Leitlinien setzen auf PSA-Test zur besseren Früherkennung von Prostatakrebs
Wally KlemtWann sollten Sie dringend einen Urologen aufsuchen - Neue Leitlinien setzen auf PSA-Test zur besseren Früherkennung von Prostatakrebs
Neue Leitlinien empfehlen nun den PSA-Test als Hauptmethode zur Früherkennung von Prostatakrebs. Mit der Änderung soll die frühzeitige Diagnose verbessert werden, da die Erkrankung in ihren Anfangsstadien oft keine Symptome zeigt. Dennoch meiden viele Männer regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen – nur etwa 17 Prozent suchen laut Deutscher Krebshilfe einen Urologen auf.
Ein erster PSA-Basiswert wird Männern ab Mitte 40 empfohlen. Dieser dient der Einschätzung des individuellen Risikos und legt die Intervalle für spätere Kontrollen fest. Liegt der PSA-Wert bei 1,5 oder darunter, reicht eine erneute Testung nach fünf Jahren; bei Werten zwischen 1,5 und 3 sind alle zwei Jahre Nachuntersuchungen nötig.
PSA-Werte über 3 oder ein plötzlicher Anstieg können auf Prostatakrebs hindeuten. Dennoch verzichten manche Männer auf die Vorsorge – auch aus Unbehagen über Untersuchungen wie die digitale rektale Tastuntersuchung. Die Leitlinien weisen zudem darauf hin, dass Tumore in Hoden, Blase, Nierenbecken oder Harnleitern oft erst in fortgeschrittenen Stadien Beschwerden verursachen.
Daten dazu, wie viele Männer in Deutschland 2023 einen PSA-Test erhielten, liegen noch nicht vor. Auch regionale Screening-Quoten wurden bisher nicht veröffentlicht.
Die aktualisierten Empfehlungen setzen auf PSA-Tests, um Prostatakrebs früh zu erkennen. Regelmäßige Kontrollen je nach Alter und Risikofaktoren könnten helfen, die Krankheit zu entdecken, bevor Symptome auftreten. Die geringe Inanspruchnahme urologischer Untersuchungen deutet jedoch darauf hin, dass viele Männer weiterhin auf eine rechtzeitige Früherkennung verzichten.