Neue Wolfsjagd-Regeln: Warum Gloria für Zoff zwischen Schafzüchtern und Naturschützern sorgt
Eggert StriebitzNeue Wolfsjagd-Regeln: Warum Gloria für Zoff zwischen Schafzüchtern und Naturschützern sorgt
Erleichterte Wolfsbejagung: Was Umweltschützer und Schafzüchter dazu sagen
Teaser: Bundesregierung lockert Wolfsabschuss: Neue Regeln wegen Gloria und Co. – wie NRW-Schäfer und Naturschützer reagieren.
Artikeltext: Die deutsche Bundesregierung hat die Vorschriften für die Bejagung von Wölfen gelockert – als Reaktion auf wiederholte Angriffe auf Nutztiere. Die Entscheidung folgt auf Jahre steigender Wolfsbestände und Vorfälle wie jenen mit Gloria, einer sogenannten Problemwölfin in Nordrhein-Westfalen. Naturschutzverbände und Landwirte bleiben in ihrer Bewertung der neuen Regelungen gespalten, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf Wildtiere und Landwirtschaft.
Der erste nachgewiesene Wolfsrudel in Nordrhein-Westfalen wurde 2018 anhand genetischer Belege durch die Landesumweltbehörde dokumentiert. Seither haben sich in der Region sechs stabile Rudel etabliert – ein kleiner Teil der bundesweit 209 Wolfsrudel, die sich vor allem in Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen konzentrieren.
Die neuen Bestimmungen erleichtern den Abschuss von Problemwölfen, behalten aber gleichzeitig Fördermittel für Schutzmaßnahmen bei. Landwirte wie Specht verzeichnen weiterhin Verluste, während Naturschützer vor möglichen ökologischen Folgen warnen. Der Politikwechsel spiegelt die anhaltenden Spannungen zwischen Artenschutz und landwirtschaftlichen Interessen im Bundestag wider.






