11 February 2026, 19:35

NRW reformiert Lehrergehälter: Gleicher Einstieg für alle – doch Kritik bleibt laut

Ein Gemälde namens "Die Lehrerklasse" von William Hogarth, das einen Mann vor einer Klasse mit Kindern zeigt, einige sitzen auf Bänken und andere stehen, mit einer Tafel, einem Foto, einem Fenster, einem Vorhang und einem Dach auf der rechten Seite.

NRW reformiert Lehrergehälter: Gleicher Einstieg für alle – doch Kritik bleibt laut

Geplante Gehaltsreform in Nordrhein-Westfalen: Grund- und Hauptschullehrer erhalten gleiche Einstiegsgehälter wie Gymnasiallehrer

Eine geplante Gehaltsreform in Nordrhein-Westfalen soll die Einstiegsgehälter von Grund- und Hauptschullehrkräften ab August 2026 an die ihrer Lehrer an Gymnasien angleichen. Künftig werden alle neuen Lehrkräfte in die Besoldungsgruppe A13 eingestuft – damit schließt sich eine langjährige Lohnlücke. Doch die Neuregelung stößt auf Kritik, weil Beförderungen und Führungspositionen unberücksichtigt bleiben.

Gleiche Bezahlung für alle Berufsanfänger – aber nicht für alle Mit der Reform will die Landesregierung die Personalgewinnung verbessern, indem sie die Einstiegsgehälter vereinheitlicht. Bisher verdienen Grund- und Hauptschullehrer zu Beginn ihrer Karriere weniger als Gymnasiallehrer. Diese Differenz entfällt künftig – Neulinge erhalten dann dasselbe Startgehalt.

Allerdings gilt die Anpassung nicht für Lehrkräfte in Beförderungsämtern oder mit Führungsaufgaben. Ihre Bezüge bleiben unverändert, was eine finanzielle Wertschätzungslücke für diejenigen schafft, die zusätzliche Verantwortung tragen. Gewerkschaften warnen, dass ohne höhere Gehälter für diese Positionen die Karriereentwicklung an Attraktivität verliert.

Scharfe Kritik von Gewerkschaften und Opposition Gewerkschaften und Oppositionsparteien üben massive Kritik an der Reform. Sie fordern bis 2027 eine komplette Überarbeitung der Besoldungsstrukturen, inklusive klarer Aufstiegschancen und verbindlicher Haushaltszusagen. Ohne diese Änderungen drohe eine Demotivation der Lehrkräfte in Führungspositionen, so die Befürchtung. Zudem könnte das Fehlen von Zulagen für Funktionsstellen diese Posten weniger attraktiv machen.

Während die Reform neuen Lehrkräften zugutekommt, führt die Vernachlässigung von Beförderungsämtern zu Protesten. Kritiker betonen, dass das System ohne faire Bezahlung für Führungsaufgaben Schwierigkeiten haben werde, erfahrenes Personal zu halten.

Reform tritt 2026 in Kraft – doch viele Lehrer profitieren nicht Die Gehaltsreform wird im August 2026 in Kraft treten und die Einstiegsgehälter tausender Lehrkräfte erhöhen. Doch da Beförderungen und Führungspositionen ausgenommen bleiben, werden viele Pädagogen keine finanzielle Verbesserung erfahren. Ohne Nachbesserungen könnte das Land Schwierigkeiten bekommen, Schlüsselpositionen zu besetzen.