22 March 2026, 18:34

NRW-Schulen bekommen schärfere Mittel gegen Gewalt und Störungen im Unterricht

Ein Klassenzimmer mit Schülern, die Gesichtsmasken tragen und auf Bänken und Stehplätzen sitzen, mit Büchern auf den Tischen, Fenstern, einer Tür, einer Decke mit Lampen und Ventilatoren im Hintergrund.

NRW-Schulen bekommen schärfere Mittel gegen Gewalt und Störungen im Unterricht

Schulen in Nordrhein-Westfalen erhalten mehr rechtliche Befugnisse gegen Gewalt und Störungen

Schulen in Nordrhein-Westfalen sollen künftig schärfere gesetzliche Möglichkeiten erhalten, um Gewalt und Störungen entschlossener zu bekämpfen. Ein neuer Gesetzentwurf des Bildungsministeriums sieht vor, dass Lehrkräfte und Schulleitungen schneller und konsequenter handeln können. Der Schritt folgt wachsenden Sorgen über Angriffe auf Lehrpersonal und zunehmende Unruhen in Klassenzimmern in den vergangenen fünf Jahren.

Eine Studie des Bildungsverbands VBE aus dem Jahr 2023 ergab, dass 73 Prozent der Schulleiterinnen und Schulleiter im Land in jüngster Zeit mit Gewalt gegen Lehrkräfte konfrontiert waren. Davon berichteten 43 Prozent von körperlichen Übergriffen, während 66 Prozent einen Anstieg solcher Vorfälle verzeichneten – ein höherer Wert als der Bundesschnitt von 60 Prozent. Der Landesvorsitzende des Verbands betonte, dass eine angemessene Personalausstattung entscheidend sei, um diese Herausforderungen wirksam zu bewältigen.

Reformen sehen erweiterte Maßnahmen vor Die geplanten Änderungen erweitern das Spektrum der "erzieherischen Einwirkungsmöglichkeiten" für Schulen. Schülerinnen und Schüler, die schwere Störungen verursachen oder eine Gefahr für andere darstellen, können künftig vorübergehend vom Unterricht ausgeschlossen werden, wobei im Nachhinein Anhörungen stattfinden. Zudem ist eine Versetzung in eine andere Klasse oder ein Ausschluss vom Unterricht für bis zu zwei Tage möglich. In besonders schweren Fällen können Verbote für bestimmte Fächer, Veranstaltungen oder sogar den gesamten Schulbesuch bis zu vier Wochen andauern.

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Das Bildungsministerium räumt ein, dass es keine Patentlösung für jede Krise gibt. Stattdessen soll das Gesetz Schulen eine klarere rechtliche Grundlage bieten, um schnell zu reagieren. Die Behörden hoffen, damit Unsicherheiten abzubauen und die Sicherheit im Schulalltag zu verbessern.

Mehr Handlungsmöglichkeiten für Lehrkräfte Die Neuerungen verleihen den Schulen in Nordrhein-Westfalen weitergehende Kompetenzen im Umgang mit Bedrohungen, Gewalt und Störungen. Lehrkräfte und Schulleitungen erhalten mehr Instrumente, um bei Vorfällen zügig einzuschreiten. Die Reformen sollen nicht nur für mehr Rechtssicherheit sorgen, sondern auch langjährige Bedenken hinsichtlich der Sicherheit an Schulen angehen.

Quelle