13 January 2026, 04:14

NRW-Schulen wechseln kurzfristig zum Distanzunterricht – Eltern fühlen sich überrumpelt

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte der westfälischen Geographie, das auf einer schwarzen Oberfläche ruht.

Eltern fordern frühere Informationen zu Schulschließungen in NRW - NRW-Schulen wechseln kurzfristig zum Distanzunterricht – Eltern fühlen sich überrumpelt

Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen auf Distanzunterricht umgestellt – Eltern kritisieren kurze Vorlaufzeit

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Aufgrund extremer Glatteiswarnungen wechselten Schulen in Nordrhein-Westfalen (NRW) am Montag flächendeckend zum Distanzunterricht. Die Landesregierung gab die Umstellung erst am Sonntagabend bekannt – für viele Eltern kam die Ankündigung zu kurzfristig. Zwar sollte die Maßnahme die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler gewährleisten, doch die späte Kommunikation löste Kritik aus.

Das Bildungsministerium hatte die Schließung der Schulen und den Umstieg auf Onlineunterricht veranlasst, nachdem Wetterprognosen vor extrem glatten Straßen gewarnt hatten. Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU) bestätigte später, dass die Schulen bereits am Freitag über mögliche Schließungen informiert worden seien. Eltern wurden zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht unterrichtet – sie erfuhren erst durch die Sonntagsmitteilung von der Entscheidung.

Der Landeselternverband Grundschule monierte, dass Familien früher hätte informiert werden müssen. Die Vorsitzende Josephine Behrens betonte, wenn die Schulen bereits am Freitag Bescheid gewusst hätten, hätten auch die Eltern ein Recht auf dieselbe Vorwarnung gehabt. Die kurze Frist machte es berufstätigen Eltern schwer, spontan eine Kinderbetreuung zu organisieren. Die meisten Schulen boten zwar wie vorgeschrieben eine Notbetreuung an, doch die Umstellung verlief nicht ohne Probleme. Dennoch gestaltete sich der Distanzunterricht weitgehend reibungslos: Lehrkräfte verteilten die Aufgaben angemessen, und es gab keine Berichte über übermäßige Arbeitsbelastung der Schülerinnen und Schüler. Nur vereinzelt kam es vor, dass Grundschulen keine Notbetreuung anboten – solche Fälle blieben jedoch die Ausnahme.

Die Schließung der Schulen wurde allgemein als notwendig angesehen, um die Kinder vor gefährlichen Verkehrsbedingungen zu schützen. Dennoch zeigte die verzögerte Information der Eltern Schwächen in der Kommunikation auf. Der Elternverband fordert für künftige Notfälle klarere und frühzeitigere Hinweise, damit sich Familien besser vorbereiten können.