26 June 2026, 08:28

NRW setzt auf Kameras und Sicherheitskräfte gegen Gewalt im Nahverkehr

Mehr Kameras in Bussen, Zügen und Bahnhöfen in NRW

NRW setzt auf Kameras und Sicherheitskräfte gegen Gewalt im Nahverkehr

Verkehrsbetriebe in Nordrhein-Westfalen verstärken Sicherheitsmaßnahmen

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In ganz Nordrhein-Westfalen reagieren Nahverkehrsunternehmen auf die zunehmende Gewalt gegen Mitarbeiter und Fahrgäste mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen. Mehr Überwachungskameras und Körperkameras sollen die wachsende Bedrohungslage eindämmen.

Allein im vergangenen Jahr wurden in der Region über 1.300 Drohungen und 905 körperliche Angriffe auf Bahnpersonal registriert – ein alarmierender Anstieg. Als Reaktion sind mittlerweile fast alle S-Bahnen und Regionalzüge mit Videotechnik ausgestattet. Zudem steht ein Landesprogramm kurz vor dem Abschluss, das die Nachrüstung von Kameras an 100 kleineren und mittelgroßen Bahnhöfen vorsieht.

In Düsseldorf testet die Rheinbahn in einem einjährigen Pilotprojekt die Wirkung von Körperkameras: 20 Mitarbeiter sind damit ausgerüstet. Der Verkehrsbetrieb setzt bereits in nahezu allen Bussen sowie in 70 Prozent der Straßen- und Stadtbahnen auf Kameras. Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) haben nach einem erfolgreichen Probebetrieb ihre Körperkameras auf 65 Geräte aufgestockt – mit dem Hinweis, dass diese zur Deeskalation von Konflikten beitragen.

In Aachen überwachen die neuen Busse nun den gesamten Innenraum und nicht mehr nur die Einstiegsbereiche. Unterdessen setzt die Dortmunder Stadtwerke DSW21 nachts Sicherheitskräfte ein, die aus der Leitstelle live die Kamerabilder überwachen.

Ziel der ausgeweiteten Videoüberwachung und des Einsatzes von Körperkameras ist es, Straftaten abschreckend zu wirken und Ermittlungen zu unterstützen. Die Verkehrsverbünde melden erste Erfolge: Die Zahl der Angriffe gehe zurück, die Sicherheit für Personal und Fahrgäste habe sich spürbar verbessert.

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