30 May 2026, 14:30

NRW-Wohnungsbau bricht ein – doch die Nachfrage steigt weiter

Anzahl neuer Apartments auf niedrigstem Stand seit 2011

NRW-Wohnungsbau bricht ein – doch die Nachfrage steigt weiter

Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen verzeichnet starken Rückgang

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In Nordrhein-Westfalen ist der Wohnungsbau in den vergangenen Jahren deutlich eingebrochen. Neue Zahlen zeigen Rückgänge bei allen Wohngebäudetypen – von Einfamilienhäusern bis hin zu größeren Wohnblocks. Der Rückgang kommt zu einer Zeit, in der die Region mit einer wachsenden Wohnungsnot und steigenden Kosten kämpft.

Die aktuellen Daten belegen einen drastischen Rückgang bei neuen Bauprojekten. Die Zahl der fertigen Einfamilienhäuser in Nordrhein-Westfalen sank um fast 14 Prozent auf 6.345. Auch Zweifamilienhäuser gingen um fast ein Fünftel zurück, wobei nur noch 2.074 fertiggestellt wurden. Selbst bei Mehrfamilienhäusern mit drei oder mehr Wohneinheiten gab es einen Rückgang um 4 Prozent – insgesamt wurden 21.575 Wohnungen errichtet.

Auch die Baugenehmigungen folgen diesem Abwärtstrend. Die Zahl der Bewilligungen sank von 61.849 im Jahr 2020 auf nur noch 44.905 im Jahr 2025. Dennoch meldete das Statistische Bundesamt für das erste Quartal dieses Jahres einen Anstieg der Genehmigungen um fast 15 Prozent.

Die Wohnungskrise verschärft sich bundesweit. Eine Studie des Pestel-Instituts schätzt, dass in ganz Deutschland ein Fehlbestand von rund 1,4 Millionen Wohnungen besteht – allein in Nordrhein-Westfalen werden 376.000 benötigt. Um die Nachfrage zu decken, müsste das Land bis 2030 jährlich etwa 94.000 neue Wohnungen bauen. Hohe Zinsen und Baukosten hemmen jedoch seit Jahren die Fortschritte.

Als Reaktion hat die Bundesregierung eine „Bauturbo“-Initiative gestartet, um den Wohnungsbau zu beschleunigen. Ziel ist es, den Rückgang umzukehren und das wachsende Defizit zu verringern.

Der Wohnungsmarkt in Nordrhein-Westfalen schrumpft weiter, da Jahr für Jahr weniger neue Häuser entstehen. Die Region muss nun den Bau beschleunigen, um die steigende Nachfrage zu bedienen und die Lücke zu schließen. Ohne deutliche Veränderungen wird sich der Wohnungsmangel voraussichtlich noch bis weit ins nächste Jahrzehnt hinein fortsetzen.

Quelle