14 January 2026, 12:31

Otto Group revolutioniert Lagerlogistik mit KI und Robotern in Löhne

Eine Gruppe automatisierter Roboter, die auf Förderbändern in einem Lager arbeiten, umgeben von Kartons und Fahrzeugen auf dem Boden.

Otto Group revolutioniert Lagerlogistik mit KI und Robotern in Löhne

Otto Group führt KI-gestütztes System für effizientere Lagerlogistik ein. Die Otto Group rollt ein mit künstlicher Intelligenz (KI) betriebenes System aus, um Lagerprozesse zu optimieren. Die gemeinsam mit Nvidia und Reply entwickelte Technologie soll die Effizienz und Skalierbarkeit in der Logistik steigern. Als erste Standort wird das Fulfilment-Zentrum von Hermes in Löhne, Deutschland, die Lösung einführen.

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Kern des neuen Systems ist eine Roboter-Koordinationsschicht – ein KI-gesteuertes Steuerungszentrum, das die Echtzeitkommunikation und Navigation von Lagerrobotern übernimmt. Es verknüpft Flottenmanagement-Tools mit bestehenden Warehouse-Management-Systemen (WMS) und ermöglicht so eine nahtlose Abstimmung zwischen verschiedenen Robotereinheiten.

Ein digitaler Zwilling des Lagers bietet eine Live-Visualisierung der Position und Bewegung jedes Roboters. Dieses virtuelle Modell entsteht mithilfe von Reality-Capture-Technologie und Sensordaten von Robotern wie Boston Dynamics’ Spot. Zudem erlaubt das System dynamische Simulationen für Spitzenlastzeiten sowie die virtuelle Neugestaltung von Lagerlayouts, um Arbeitsabläufe zu optimieren.

Die KI-Infrastruktur stammt von Nvidia: Omniverse dient der Erstellung des digitalen Zwillings, während Isaac die Roboterintelligenz bereitstellt. Die gesamte Plattform läuft auf der Google-Cloud, was Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit garantiert.

Obwohl automatisierte Lager mit Sortier- und Staplerrobotern heute weit verbreitet sind, bleibt die Integration unterschiedlicher Robotersysteme eine Herausforderung. Die Lösung der Otto Group setzt hier auf eine standardisierte KI-Steuerung und positioniert das Unternehmen als europäischen Vorreiter in der roboterunterstützten Logistik.

Das Logistikzentrum in Löhne dient als Testumgebung, bevor die Technologie flächendeckend eingesetzt wird. Durch die Reduzierung von Engpässen und die Steigerung der operativen Flexibilität sollen Lieferungen schneller und zuverlässiger werden. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer breiteren Automatisierung in der europäischen Lagerlogistik.