14 December 2025, 07:05

Pendlerpauschale 2026: Wer in NRW besonders stark von der Reform profitiert

Eine Person fährt mit dem Fahrrad auf einem Gehweg mit vielen Menschen, Bussen mit Text darauf, Gebäuden und Laternen im Hintergrund.

Pendlerpauschale 2026: Wer in NRW besonders stark von der Reform profitiert

Neue Pendlerpauschale: Wer in NRW am meisten profitiert

Teaser: Der Bundestag hat die Erhöhung der Pendlerpauschale beschlossen. Unsere Beispiele zeigen, wie stark das entlastet.

Artikel: Der Bundestag hat die Reform der Pendlerpauschale verabschiedet, die ab 2026 in Kraft tritt. Die neuen Regeln vereinfachen die Antragstellung und erhöhen die Abzugsmöglichkeiten für Millionen Arbeitnehmer. Kritiker werfen der Regierung jedoch vor, die Änderungen begünstigten vor allem Besserverdiener und untergrüben Klimaziele.

Bisher nutzten 2020 rund 13,8 Millionen Beschäftigte die Pendlerpauschale – die meisten von ihnen in Großstädten. Das überarbeitete System schafft die bisherige Zweistufigkeit ab und sieht stattdessen einen einheitlichen Satz von 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten gefahrenen Kilometer vor. Wer täglich mindestens einen Kilometer zur Arbeit pendelt, hat künftig Anspruch darauf.

Für Vollzeitkräfte mit 220 Arbeitstagen könnte sich die jährliche Steuerersparnis dadurch um bis zu 352 Euro erhöhen. Während Autofahrer keine Obergrenze für den Abzug haben, bleibt die Pauschale für andere Verkehrsmittel auf 4.500 Euro begrenzt. Das bisherige System kostet den Staat bereits jährlich 5,5 Milliarden Euro – Länder und Kommunen fordern nun einen finanziellen Ausgleich vom Bund für die entgangenen Einnahmen.

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Widerstand kommt von den Grünen und der Linken, die die Reform als sozial ungerecht kritisieren, da sie vor allem Gutverdiener entlaste. Stattdessen hätte die Regierung den Grundfreibetrag anheben sollen, so die Opposition. Umweltverbände monieren zudem, die Neuregelung fördere den Autoverkehr und konterkariere damit die Klimaschutzziele.

Die Änderungen gelten ab Januar 2026 für alle Arbeitnehmer, die berufsbedingte Fahrtkosten geltend machen. Zwar profitieren viele von höheren Abzügen, doch bleiben Fragen zur sozialen Gerechtigkeit und den ökologischen Folgen offen. Noch unklar ist auch, wie der Bund die finanzielle Belastung der Länder und Kommunen ausgleichen will.