Pilotprojekt im Rhein-Kreis Neuss: Schnellere Polizeieinsätze durch zentrale Standorte
Wally KlemtPilotprojekt im Rhein-Kreis Neuss: Schnellere Polizeieinsätze durch zentrale Standorte
Ein neues Pilotprojekt soll die Arbeitsweise der Polizeistreifen in Teilen des Rhein-Kreises Neuss verändern. Vom 1. März bis Ende Mai werden die Streifenwagen in Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch von zentralen Standorten aus eingesetzt. Ziel des Versuchs ist es, die Reaktionszeiten zu verkürzen, ohne die Zahl der Beamten auf den Straßen zu verringern.
Im Rahmen des neuen Systems werden die Streifenwagen für Kaarst, Korschenbroich und Meerbusch alle an der Polizeidienststelle in Kaarst stationiert. Dieser zentralisierte Ansatz soll unnötige Fahrten reduzieren und den Beamten ermöglichen, schneller an Einsatzorten einzutreffen. Die örtlichen Teams der Gemeinschaftspolizei in jeder Stadt bleiben unverändert, sodass vertraute Gesichter vor Ort präsent bleiben.
In Jüchen werden die Streifenwagen während des Testzeitraums stattdessen von Grevenbroich aus operieren. Wie in den anderen Gemeinden wird auch hier die Zahl der im Dienst befindlichen Beamten nicht unter das Niveau vor dem Pilotprojekt sinken. Im Mittelpunkt steht die Aufrechterhaltung der Präsenz bei gleichzeitiger Steigerung der Effizienz. Die Leistung wird während der dreimonatigen Phase kontinuierlich überwacht. Landrätin Katharina Reinhold und Polizeiexperten werden die Ergebnisse anschließend auswerten. Ihr Ziel ist es, Möglichkeiten zu finden, die öffentliche Sicherheit im gesamten Rhein-Kreis Neuss zu stärken.
Das Pilotprojekt endet Ende Mai, gefolgt von einer umfassenden Bewertung der Auswirkungen. Bei Erfolg könnten die Änderungen zu langfristigen Anpassungen in der Organisation der Streifendienste führen. Für die Bewohner der betroffenen Gebiete bedeutet dies vorerst: Die gleiche Anzahl an Beamten – aber mit schnellerer Hilfe im Bedarfsfall.






