02 April 2026, 16:36

Pistorius präsentiert reformierte Bundeswehr-Grundausbildung in Münster

Offenes Buch mit handgeschriebenen deutschen Militärtagebucheinträgen aus dem frühen 20. Jahrhundert, enthaltend Text- und numerische Daten.

Pistorius präsentiert reformierte Bundeswehr-Grundausbildung in Münster

Verteidigungsminister Pistorius besucht Kaserne in Münster: Bundeswehr reformiert Grundausbildung

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Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat am Montag die Lützow-Kaserne in Münster besucht, um sich über das aktualisierte Grundausbildungsprogramm der Bundeswehr zu informieren. Das neue System, das im Juli eingeführt wurde, soll die Vorbereitung aller Rekruten standardisieren, bevor diese in spezifische Laufbahnen wechseln. Fast 200 junge Freiwillige durchlaufen derzeit den überarbeiteten sechsmonatigen Lehrgang am Standort.

Die neu gestaltete Ausbildung startete am 1. Juli 2025 und ersetzt das bisherige Modell durch einen dezentralen Ansatz an mehreren Standorten in Deutschland. Nach der Reform absolvieren Soldatinnen und Soldaten sechs Monate einheitliche Grundausbildung, bevor sie in die nächste Phase wechseln – ohne Standortwechsel. Dadurch soll sichergestellt werden, dass alle Rekruten vor ihrer Spezialisierung das gleiche fundierte Grundwissen erwerben.

Während seines Besuchs traf Pistorius auf Angehörige des Heimatschutzregiments sowie auf Auszubildende des neuen Programms. Unterdessen diskutierte der Verteidigungsausschuss des Bundestags in Berlin über ein mögliches Wehrpflichtmodell. Der Ausschussvorsitzende Thomas Röwekamp plädierte für eine allgemeine Erfassung, um mehr junge Menschen für den Militärdienst zu gewinnen. Pistorius schlug vor, alle 18-Jährigen per Online-Fragebogen zu ihrer Bereitschaft für einen Dienst in der Bundeswehr zu befragen.

Die Reformen passen in die langfristige Strategie der Bundeswehr: Bis 2035 soll die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten auf 260.000 steigen, die Reserve auf 200.000 verdoppelt werden. Die aktuelle Gruppe von Freiwilligen in Münster hat noch keine konkreten Verwendungsrichtungen gewählt, da der Fokus der neuen Ausbildung zunächst auf der Vermittlung von Kernkompetenzen liegt.

Das überarbeitete Ausbildungsmodell markiert einen Wandel hin zu einer strukturierteren und einheitlicheren Vorbereitung aller Rekruten. Während der Verteidigungsausschuss gleichzeitig über weitergehende Wehrpflichtregelungen berät, arbeitet die Bundeswehr daran, ihre Reihen in den kommenden Jahren zu stärken. Die Änderungen zielen darauf ab, bis 2035 eine schlagkräftigere und besser aufgestellte Truppe zu schaffen.

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