Pleitewelle bei Phoenix Engineering: Arbeiter kämpfen um ausstehende Löhne und Wohnungen
Paulina MangoldPleitewelle bei Phoenix Engineering: Arbeiter kämpfen um ausstehende Löhne und Wohnungen
Phoenix Engineering, ein Unternehmen für den Ausbau von Glasfaserkabeln, hat Insolvenz angemeldet. Mitarbeiter stehen nun vor ausstehenden Löhnen, Räumungsklagen und wachsenden rechtlichen Herausforderungen, während sich die Finanzkrise zuspitzt.
Der Zusammenbruch des Unternehmens folgt auf steigende Zinsen und verschärfte Kreditbedingungen. Arbeiter, die laut Vertrag einen Bruttostundenlohn von 14 Euro erhalten sollten, warten seit Wochen auf ihre Bezahlung. Die ausstehenden Löhne belaufen sich mittlerweile auf mehrere zehntausend Euro.
Vermieter haben Räumungsklagen eingereicht, nachdem Phoenix Engineering die Mieten für Unterkünfte der Mitarbeiter nicht mehr beglichen hatte. Die Betroffenen, die sich scheuen, auf deutsche Sozialhilfe zurückzugreifen, suchen stattdessen rechtliche Unterstützung bei Mitgliedern der Linken aus Koblenz.
Ein Insolvenzverwalter hat inzwischen die Auszahlung von Insolvenzgeld bis Oktober 2025 in die Wege geleitet, um die ausstehenden Löhne abzusichern. Unterdessen bestätigte die Staatsanwaltschaft Köln, eine Betrugsanzeige gegen ein mit dem Fall verbundenes Unternehmen der Glasfaserbranche erhalten zu haben.
Die betroffenen Arbeiter waren im Rahmen eines Projekts für Our Green Fiber (OGF) tätig und verlegten unter der Aufsicht von Phoenix Engineering Kabel im Rhein-Lahn-Kreis. Die Insolvenz hat die Mitarbeiter ohne Einkommen und mit unsicherer Wohnsituation zurückgelassen. Rechtliche Schritte und Insolvenzschutz sind nun ihre wichtigsten Möglichkeiten, um die ausstehenden Löhne zurückzuerhalten. Die Ermittlungen zu den Finanzgeschäften des Unternehmens laufen noch.






