Protest gegen Castor-Transporte: Gericht erlaubt Brücken-Demo in Bottrop
Eggert StriebitzProtest gegen Castor-Transporte: Gericht erlaubt Brücken-Demo in Bottrop
Protest gegen Atomtransporte: Demonstration in Bottrop am Wochenende
In Bottrop findet an diesem Wochenende eine Demonstration gegen den Transport radioaktiver Abfälle statt. Rund 100 Aktivistinnen und Aktivisten haben sich angemeldet, um durch die Stadt zu ziehen und auf die Sicherheitsrisiken aufmerksam zu machen. Der Protest beginnt am Samstag um 11:00 Uhr in der Nähe der Autobahn A2.
Die Demonstranten wenden sich gegen die geplanten Castor-Transporte vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus, die sie als gefährlich einstuften. Ihr Motto "Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn" spiegelt die Angst vor möglichen Unfällen wider. Ursprünglich hatten die Behörden den Aktivisten aus Sicherheitsgründen verboten, Brücken über die A2 zu überqueren.
Doch ein kurzfristiges Gerichtsurteil gab ihnen nun die Erlaubnis, die Brücken zu nutzen. Die Entscheidung fiel nach einer Eilverhandlung und hob das vorherige Verbot auf. Die Demonstranten werden nun durch die Wohngebiete von Bottrop-Fuhlenbrock ziehen, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren.
Frühere Klagen gegen die Transporte waren gescheitert. Das Verwaltungsgericht Berlin entschied am 9. Januar 2026, dass der Landesverband Nordrhein-Westfalen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V. keine Klagbefugnis besitze. Trotz dieser Rückschläge bleiben die Aktivisten entschlossen, die Transporte zu stoppen. Sie verweisen auf die Risiken durch Baustellen auf der A2 und die marode Infrastruktur.
Die Demonstration wird wie geplant stattfinden – mit der nun gerichtlich bestätigten Erlaubnis, die A2-Brücken zu überqueren. Im Mittelpunkt steht weiterhin der Widerstand gegen die Atomtransporte, die nach Ansicht der Protestierenden inakzeptable Gefahren bergen. Die Aktion ist Teil der anhaltenden Proteste gegen den Transport von Nuklearmaterial durch die Region.






