10 February 2026, 07:16

Prozess um spektakulären Geldtransport-Raub in Solingen beginnt

Ein gepanzertes Fahrzeug steht vor einem Metallzaun mit einem daran befestigten Schild. Im Hintergrund sind Fahrzeuge, Bäume, Gebäude und ein klarer blauer Himmel zu sehen.

Prozess um spektakulären Geldtransport-Raub in Solingen beginnt

Am 19. Februar beginnt vor dem Landgericht Wuppertal ein aufsehenerregender Prozess. Im Mittelpunkt steht ein bewaffneter Überfall auf einen Geldtransport im Januar 2019 in der Solinger Innenstadt. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um einen sogenannten Inside-Job handelte, der als gewöhnlicher Raub getarnt wurde.

Der Angriff ereignete sich vor einer Filiale der Sparkasse in der Fronhofstraße. Mehrere Täter überfielen Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma, die gerade Geldautomaten nachfüllten. Ein Angestellter wurde festgesetzt, während die Räuber mit rund 526.000 Euro aus den Geldkassetten flüchteten.

Später konnte ein Teil der Beute sichergestellt werden: 344.100 Euro wurden in einer Dortmunder Wohnung gefunden. Die Ermittlungen ergaben, dass einige der Täter vermutlich bei der Sicherheitsfirma beschäftigt waren. Um ihre Spuren zu verwischen, sollen sie nach dem Überfall sogar einen eigenen Komplizen gefesselt haben.

Mehrere Angeklagte in diesem Fall wurden bereits verurteilt. Der nun anstehende Prozess wird über das Schicksal der verbleibenden Beschuldigten entscheiden. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gelten alle Angeklagten als unschuldig.

Die Tat liegt mittlerweile mehr als sechs Jahre zurück, was die Ermittlungen zusätzlich erschwert.

Im Verfahren wird die Rolle der noch nicht verurteilten Verdächtigen bei dem Raub von 2019 untersucht. Das Gericht muss klären, ob sie an dem bewaffneten Überfall und der aufwendigen Vertuschung beteiligt waren. Mit dem Urteil könnte ein Fall abgeschlossen werden, der sich über mehr als ein halbes Jahrzehnt hinzog.