Ramadan-Streit an Grundschule: Warum Zehnjährige über Essen diskutieren
Eggert StriebitzRamadan-Streit an Grundschule: Warum Zehnjährige über Essen diskutieren
Eine Grundschule in Nordrhein-Westfalen steht im Mittelpunkt einer Kontroverse, nachdem eine Gruppe Zehnjähriger während des Ramadan über das Essen in der Schule aneinandergeriet. Der Streit entstand, als einige Schüler infrage stellten, ob Mitschüler vor fastenden Kindern essen sollten.
Die Schulleitung berief eine Klassenratssitzung ein, um die Spannungen zu entschärfen und die Erwartungen zu klären. Sowohl die Schule als auch die Bezirksregierung Düsseldorf betonten später, dass keine Regeln eingeführt wurden, die das Essen einschränken oder verbergen sollten.
Die Bild-Zeitung hatte den Vorfall zunächst unter der Schlagzeile "Ramadan-Streit! Schüler sollen heimlich naschen" gemeldet.
Die Bezirksregierung Düsseldorf bestätigte, dass niemals Essensverbote verhängt wurden. Die Schule wird weiterhin mit den Schülern an einer Lösung arbeiten. Behörden wiederholten, dass es sich um einen lokalen Konflikt handle – nicht um einen übergeordneten kulturellen Streit.