24 May 2026, 16:45

Rechtsextreme Demonstration in Münster kurzfristig abgesagt – was steckt dahinter?

Keine Neonazi-Demo an Heiligabend in Münster

Rechtsextreme Demonstration in Münster kurzfristig abgesagt – was steckt dahinter?

Geplante rechtsextreme Demonstration in Münster abgesagt

Die Organisatoren einer geplanten rechtsextremen Kundgebung in Münster haben die Veranstaltung abgesagt. Der Schritt folgt auf wiederholte Auseinandersetzungen um das Grab von Siegfried „SS-Siggi“ Borchardt, einer umstrittenen Persönlichkeit mit Verbindungen zur neonazistischen Szene. Lokale Aktivisten begrüßen die Entscheidung als Erfolg im Kampf gegen rechtsextreme Aufmärsche.

Die Absage erfolgt nach monatelangen Spannungen um Borchardts Grabstätte in Dortmund. Die Stadtverwaltung hatte sich geweigert, ein erkennbares Grab zuzulassen, aus Sorge, es könnte zu einer Pilgerstätte für Neonazis werden. Dieser Streit führte Anfang dieses Jahres zu drei rechtsextremen Versammlungen vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster.

Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ hatte eine Gegenkundgebung zur geplanten Demonstration angemeldet. Sprecher Carsten Peters erklärte, die Absage beweise die Wirksamkeit des Widerstands. Trotz der Stornierung bleibt die eigene Demonstration des Bündnisses wie geplant angesetzt.

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Die Rechtsextremen haben ihren Fokus nun auf eine neue Veranstaltung verlagert. Stattdessen kündigten sie an, am Heiligabend in Münster eine Kundgebung abzuhalten.

Die Absage bedeutet eine vorläufige Unterbrechung der Serie rechtsextremer Proteste im Zusammenhang mit dem Fall Borchardt. Die Haltung Dortmunds zur Grabstätte sowie die anhaltende Gegenmobilisierung spielten dabei eine entscheidende Rolle. Die Lage bleibt jedoch dynamisch, da sich Aktivisten und Behörden auf mögliche künftige Demonstrationen vorbereiten.

Quelle