Rechtsstreit um neues Mode-Outlet in Brakel: Höxter klagt gegen Eröffnung im Februar
Paulina MangoldRechtsstreit um neues Mode-Outlet in Brakel: Höxter klagt gegen Eröffnung im Februar
Ein geplantes Mode-Einkaufszentrum in Brakel steht im Mittelpunkt eines Rechtsstreits. Das Projekt, dessen Eröffnung für den 26. Februar geplant ist, stößt auf Widerstand der benachbarten Stadt Höxter, die befürchtet, durch das neue Outlet Kunden zu verlieren. Unterdessen sind lokale Behörden und Einzelhandelsverbände uneins über die Auswirkungen des Vorhabens.
Das Einkaufszentrum soll auf einer Fläche von 3.400 Quadratmetern in einem ehemaligen Real-Supermarkt entstehen. Der Stadtrat von Brakel unterstützt das Projekt mit der Begründung, das Gelände sei bereits immer für den Einzelhandel genutzt worden und die Nachnutzung der brachliegenden Fläche habe Priorität. Bisher wurde kein Investor öffentlich benannt.
Höxter, nur 20 Kilometer entfernt, hat rechtliche Schritte eingeleitet, um die Pläne zu stoppen. Dort warnen Stadtvertreter, das neue Zentrum werde Kunden von den eigenen Modehändlern abziehen. Das Verwaltungsgericht Minden hatte bereits einen Eilantrag Höxters abgelehnt, sodass der Fall nun in einer Hauptverhandlung weiterverhandelt wird. Auch der Handelsverband Ostwestfalen-Lippe (OWL) hat sich eingeschaltet und unterstützt die Klage Höxters. Der Verband lehnt große Einkaufszentren am Stadtrand ab, da diese seiner Meinung nach die traditionellen Innenstädte schwächen.
Trotz der Kontroverse bleibt die Eröffnung des Brakeler Einkaufszentrums für den 26. Februar geplant. Das Urteil im Rechtsstreit wird entscheiden, ob das Projekt wie vorgesehen umgesetzt werden kann. Der Streit zeigt jedenfalls die Spannungen zwischen lokalen Wirtschaftsinteressen und dem regionalen Einzelhandelswettbewerb auf.






