25 March 2026, 06:32

Renault revolutioniert E-Auto-Batterien: Tauschsystem startet 2025 in Paris

Liniengraph, der den Anstieg der Batterieelektrofahrzeugverkäufe in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Renault revolutioniert E-Auto-Batterien: Tauschsystem startet 2025 in Paris

Renault baut seine Batterie-Lieferkette um, um Stillstandszeiten von Fahrzeugen zu verkürzen und die Effizienz zu steigern. Der Automobilhersteller betrachtet Batterien nicht als Wegwerfteile, sondern als hochwertige Vermögenswerte. Kernstück dieser Strategie ist ein neues Tauschmodell, das 2023 vorgestellt wurde.

Den Anfang machte Israfil Beker, Renaults Generalmanager für die Aftersales-Elektrofahrzeug-Lieferkette, der 2023 den Ansatz des Batteriewechsels skizzierte. Bis April 2024 gründete das Unternehmen Horse, ein Joint Venture mit einem chinesischen Partner, um die Initiative voranzutreiben. Die erste Wechselstation nahm im Dezember 2025 in der Nähe von Paris den Betrieb auf; bis 2030 sollen 100 weitere folgen. Zunächst wird das System den Renault 5 E-Tech Electric (ab 2026) sowie Nutzfahrzeuge wie den Renault Master bedienen.

Die Lieferkette funktioniert in mehrere Richtungen: Sie vernetzt Händler, Reparaturzentren, Lager und Recyclingbetriebe. Renault strebt ein 360-Grad-Modell an, bei dem jeder Partner gleichzeitig Lieferant und Kunde ist. Dieser kreislauforientierte Ansatz hilft, Lagerbestandsprobleme zu bewältigen, und sorgt dafür, dass Fahrzeuge nicht länger als 15 bis 20 Tage stillstehen.

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Doch bleiben Herausforderungen. Batterien machen bis zu 30 Prozent des Fahrzeugwerts aus, weshalb eine Echtzeit-Verfolgung entscheidend ist. Allerdings schränken inkonsistente ERP-, WMS- und TMS-Systeme bei den Partnern die Datentransparenz ein. Regulatorische Hürden erschweren die Umsetzung zusätzlich, da Batterien als Gefahrgut eingestuft werden – selbst innerhalb eines Landes wie Deutschland variieren die Vorschriften.

Renaults Batterie-Tauschnetzwerk wächst, beginnend mit dem Renault 5 und kommerziellen Modellen. Das System soll Ausfallzeiten reduzieren und Batterien als langfristige Vermögenswerte behandeln. Der Erfolg hängt davon ab, in den kommenden Jahren Datenlücken und regulatorische Unterschiede zu überwinden.

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