28 January 2026, 21:22

Rheinisch-Bergischer Kreis reformiert Rettungsdienste für Klimaschutz und Sicherheit

Zwei Rettungswagen nebeneinander vor einem Gebäude geparkt, mit einem Feuerlöscher und anderen Gegenständen auf der linken Seite.

Rheinisch-Bergischer Kreis reformiert Rettungsdienste für Klimaschutz und Sicherheit

Rheinisch-Bergischer Kreis reformiert Rettungsdienste für besseren Klimaschutz und sichere Sicherheitslage

Der Rheinisch-Bergische Kreis hat seine Notfalldienste umstrukturiert, um auf klimabedingte Bedrohungen und sich wandelnde Sicherheitsrisiken besser reagieren zu können. Das bisherige Amt für Rettungsdienst, Bevölkerungsschutz und Brandschutz wurde in zwei spezialisierte Fachbereiche aufgeteilt. Laut Behörden soll die Neuordnung die Koordination und Reaktionszeiten in kritischen Lagen verbessern.

Die Reform erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Extremwetterereignisse und veränderter ziviler Sicherheitsherausforderungen. Künftig agieren Rettungsdienst und Brandschutz als eigenständige Einheiten – jeweils mit eigener Führung und Schwerpunktsetzung.

Der neue Fachbereich Rettungsdienst und Leitstelle (Fachbereich 38) konzentriert sich auf medizinische Notfälle und Gefahrenabwehr. Die administrative Leitung übernimmt der Fachverwaltungsbeamte Thomas Hagen, während Dr. Florian Breuer, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes, die medizinische Steuerung verantwortet. Ziel ist eine effizientere Notfallversorgung und optimierte Einsatzleitung.

Parallel dazu übernimmt der Fachbereich Brand- und Katastrophenschutz (Fachbereich 37) die Aufgaben in Brandbekämpfung und Katastrophenhilfe. Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Manuel Packhäuser arbeitet die Einheit eng mit örtlichen Feuerwehrverbänden und Hilfsorganisationen zusammen. Die Aufteilung entspricht den rechtlichen Vorgaben Nordrhein-Westfalens, die zwischen Rettungsdienst (geregelt im Rettungsgesetz NRW) und Brand- sowie Katastrophenschutz (basierend auf dem Gesetz über den Feuerschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz) unterscheiden.

Die Umstrukturierung spiegelt die Notwendigkeit wider, sich an steigende Klimarisiken und komplexe Sicherheitsanforderungen anzupassen. Beide Fachbereiche handeln nun nach eigenen Rechtsgrundlagen und setzen mit spezialisierten Teams gezielte Prioritäten. Die Behörden erwarten, dass die Änderungen die allgemeine Notfallvorsorge in der Region nachhaltig stärken werden.