31 January 2026, 23:26

Ricarda Lang stichelt bei Karneval in Aachen gegen Markus Söder

Eine Person in einem hellgelben Kleid lächelt in der Mitte eines Karnevalplakats, umgeben von fetter schwarzer Schrift, die "Karneval" lautet.

Ricarda Lang macht Witz über Söder: "Nürnberger Würstchen" - Ricarda Lang stichelt bei Karneval in Aachen gegen Markus Söder

Karnevalsveranstaltung in Aachen wird zur Bühne für politische Satire

Eine Karnevalsfeier in Aachen entwickelte sich in dieser Woche zu einer Plattform für politische Spitzen. Ricarda Lang, Co-Vorsitzende der Grünen, nutzte ihre Rede, um sich über frühere Äußerungen von Markus Söder gegenüber der Politikerin Dorothee Bär lustig zu machen. Die locker, aber gezielt vorgetragenen Witze fielen während der Verleihung des Ordens gegen tödlichen Ernst – einer langjährigen Tradition im Rahmen der Aachener Karnevalsfeiern.

Der Streit hatte seinen Ursprung im Dezember 2023 auf einem CSU-Parteitag. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder richtete damals eine Bemerkung an Dorothee Bär: "Keine Frage, wir erwarten nicht viel von Ihnen, aber wir würden uns freuen, wenn viel Geld nach Bayern fließen würde, liebe Doro – ha ha, das wär' schön." Die Aussage löste Kritik aus, doch Bär wiegelte später ab und erklärte, sie wisse, dass Söder es nicht böse gemeint habe und er sich entschuldigt habe.

Bei der diesjährigen Karnevalsveranstaltung griff Ricarda Lang den Vorfall in ihrer Rede auf. Sie bezeichnete Söder als "Nürnberger Bratwurst mit Troll-Lizenz" und als "fränkischen Fleisch-Sommelier" mit Napoleon-Komplex. Die Pointen trafen während der Zeremonie des Ordens gegen tödlichen Ernst, bei der ausgerechnet Bär selbst als "Ritterin des Ordens" für 2024 geehrt wurde.

Bisher gibt es keine offizielle Reaktion von Söder auf Langs Äußerungen. Die Veranstaltung, bekannt für ihren spielerisch-scharfen politischen Humor, zeigte einmal mehr, wie Satire und öffentliches Leben ineinandergreifen.

Die Aachener Karnevalstradition bleibt damit eine Bühne für politischen Witz. Dorothee Bärs Auszeichnung als "Ritterin des Ordens" in diesem Jahr fiel zusammen mit einer erneuten Debatte über Söders frühere Bemerkung. Die Episode verdeutlicht, wie öffentliche Persönlichkeiten bei solchen kulturellen Anlässen immer wieder zum Zielscheib von Humor werden.