S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet nach Genehmigung – doch Verzögerungen drohen
Evelin KostolzinS11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach startet nach Genehmigung – doch Verzögerungen drohen
Ausbau der S11-Strecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach erhält Planungsgenehmigung – Bau kann beginnen
Der Ausbau der S11-Bahnstrecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach hat die notwendige Planungsgenehmigung erhalten, sodass die Bauarbeiten nun starten können. Das 836 Millionen Euro teure Projekt umfasst den Bau eines zweiten Gleises, die Modernisierung mehrerer Bahnhöfe sowie die Einrichtung eines neuen Haltepunkts in Köln-Kalk West. Allerdings drohen Verzögerungen, die den ursprünglichen Fertigstellungstermin im Jahr 2032 gefährden.
Die genehmigten Pläne sehen einen zweigleisigen Ausbau zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach sowie einen kompletten Neubau des Bahnhofs Bergisch Gladbach vor, der künftig über vier Gleise verfügen wird. Zudem entsteht die neue S-Bahn-Station Köln-Kalk West. Alle Halte zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach werden barrierefrei ausgebaut, zusätzlich gibt es Plattformmodernisierungen in Köln Hbf, Köln Messe/Deutz und Bergisch Gladbach selbst.
Die ersten größeren Einschränkungen für Fahrgäste beginnen nach Ostern 2026, wenn ein digitales Stellwerk in Mülheim installiert wird. Weitere Sperrungen sind von Juli bis Oktober 2027 geplant, wenn die Bahnhöfe Holweide und Dellbrück umgebaut werden. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet damit, dass alle Baugenehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen werden. Damit kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Aufträgen und der Anmeldung von Streckensperrungen beginnen.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 836 Millionen Euro, wovon der Bund 531 Millionen und das Land Nordrhein-Westfalen 305 Millionen Euro trägt. Nach der Fertigstellung wird die S11 alle zehn Minuten verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast im Fünf-Minuten-Takt.
Der ursprüngliche Zieltermin für die Fertigstellung – Anfang 2032 – gerät jedoch durch Terminüberschneidungen mit anderen Bahnprojekten in Gefahr. Sollten sich die Verzögerungen fortsetzen, könnten sich auch die geplanten Taktverdichtungen und Barrierefreiheitsmaßnahmen weiter verzögern. Der nächste entscheidende Schritt ist die Erteilung aller Genehmigungen bis zum Sommer, um den Baubeginn wie vorgesehen zu ermöglichen.






