Schalke-Kapitän Karaman wehrt sich gegen Vorwürfe der Sprachspaltung im Team
Evelin KostolzinSchalke-Kapitän Karaman wehrt sich gegen Vorwürfe der Sprachspaltung im Team
Schalke-04-Kapitän Kenan Karaman weist Vorwürfe einer Sprachspaltung im Team zurück
Schalke-04-Kapitän Kenan Karaman hat Berichte über eine Sprachbarriere in der Mannschaftskabine zurückgewiesen. Medienberichten zufolge soll der übermäßige Gebrauch bosnischer und kroatischer Begriffe – darunter "brate" (deutsch: "Bruder") – für Spannungen gesorgt haben. Der langjährige Profi bezeichnete die Kritik als unbegründet und zeigte sich sogar amüsiert darüber.
Der Verein steht ohnehin unter Druck, nachdem die Mannschaft in fünf spielen ohne Sieg geblieben ist. Konflikte abseits des Platzes – darunter ein Streit mit dem ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies sowie eine Auseinandersetzung zwischen Cheftrainer Miron Muslic und U19-Trainer Norbert Elgert – haben die Unruhe weiter verstärkt.
Karaman nahm direkt zu der Sprachdebatte Stellung und wies die Vorwürfe als Versuch zurück, den Verein zu destabilisieren. Er argumentierte, dass externe Kräfte unnötige Kritik schüren würden. Zwar räumte er die schwache spiel-serie ein, lehnte es aber ab, von einer Krise zu sprechen.
Der Kapitän verteidigte zudem Cheftrainer Muslic und lobte dessen Vorbereitung sowie ruhige Art in schwierigen Phasen. Trotz der Negativserie betonte Karaman, die Mannschaft bleibe geschlossen und konzentriert.
Doch die Probleme bei Schalke gehen über die Sprachdiskussion hinaus: Der öffentliche Konflikt zwischen Muslic und U19-Coach Elgert sorgt für Schlagzeilen, während der anhaltende Rechtsstreit mit Ex-Chef Tönnies den Verein weiter belastet. Die kostenlose spiel-serie von fünf Spielen hat die Kritik an sportlicher und organisatorischer Front zusätzlich verschärft.
Karamans Aussagen zielen darauf ab, Gerüchte über interne Zerrissenheit zu entkräften und die Truppe zu einen. Mit fünf 1001 spiele ohne Sieg muss Schalke nun sowohl die Leistung auf dem Platz als auch die Spannungen dahinter in den Griff bekommen. Die unmittelbare Herausforderung besteht darin, Stabilität zurückzugewinnen – trotz anhaltender Konflikte und externem Druck.