Schwarzarbeit und Lohnbetrug: Behörden decken massive Verstöße in Gastronomie auf
Evelin KostolzinSchwarzarbeit und Lohnbetrug: Behörden decken massive Verstöße in Gastronomie auf
Bei jüngsten Kontrollen haben deutsche Behörden zahlreiche Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsbestimmungen aufgedeckt. Im Fokus standen Betriebe der Hotel- und Gastronomiebranche, in der die Einhaltung des Mindestlohngesetzes weiterhin ein zentrales Problem darstellt.
Von 156 überprüften Beschäftigten hielten sich 12 Personen illegal im Land auf. Zudem wurden mehrere Fälle von Lohnbetrug und Sozialleistungsmissbrauch festgestellt.
Die Inspektionen konzentrierten sich auf vier Unternehmen, bei denen 24 Arbeitnehmer besonders gründlich geprüft wurden. Dabei wurden vier mutmaßliche Verstöße gegen das Mindestlohngesetz dokumentiert – dieser liegt seit Januar 2025 bei 12,82 Euro pro Stunde. In zwei Fällen gab es Vorwürfe wegen vorenthaltenen oder veruntreuten Lohns.
Drei Arbeitgeber hatten neu eingestellte Mitarbeiter nicht wie gesetzlich vorgeschrieben umgehend den Behörden gemeldet. Sieben mögliche Fälle von Missbrauch sozialer Leistungen wurden aufgedeckt, außerdem arbeiteten einige Beschäftigte ohne gültige Papiere. Die Hotel- und Gastronomiebranche steht aufgrund ihrer großen Belegschaft und wiederholter Mindestlohnverstöße besonders im Visier der Behörden.
Die Kontrollen förderten eine Mischung aus illegalem Aufenthalt und nicht genehmigter Beschäftigung zutage. Einige Personen arbeiteten ohne die erforderlichen Dokumente, andere standen im Verdacht, Sozialsysteme ausgenutzt zu haben.
Die Überprüfungen zeigen die anhaltenden Herausforderungen bei der Durchsetzung von Arbeits- und Aufenthaltsrecht. Die Behörden behalten risikoreiche Branchen wie die Gastronomie im Blick, in denen die Einhaltung von Lohn- und Beschäftigungsvorschriften oft lückenhaft ist. Mit weiteren Ermittlungen zu den aufgedeckten Fällen ist zu rechnen.






