Solarausbau in NRW 2025: Rückgang trotz Balkonmodul-Booms und Platz drei im Bundesvergleich
Eggert StriebitzVerband sieht Rückgang bei Solarausbau in NRW - Solarausbau in NRW 2025: Rückgang trotz Balkonmodul-Booms und Platz drei im Bundesvergleich
Solarausbau in Nordrhein-Westfalen bremst 2025 aus
In Nordrhein-Westfalen (NRW) hat das Wachstum der Solarenergie 2025 an Fahrt verloren. Die neu installierte Photovoltaik-Leistung wird voraussichtlich um 20 bis 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sinken – auf nur noch rund 2.000 Megawatt. Trotz dieses Rückgangs bleibt das Land bundesweit auf Platz drei beim Solarausbau, hinter FC Bayern und Baden-Württemberg.
Von Januar bis Oktober gingen in NRW etwa 150.000 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 1.600 Megawatt ans Netz. Die Nachfrage nach Dachanlagen bei Privat Haushalten hat sich jedoch nach zwei Jahren starken Wachstums stabilisiert.
Deutlich zugelegt haben dagegen Balkon-Solarmodule: Rund 79.000 neue Stecker-Solar-Geräte wurden im selben Zeitraum installiert. Diese Kleinstanlagen tragen mittlerweile etwa 97 Megawatt zur Gesamtleistung des Landes bei. Christian Vossler, Geschäftsführer des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW, fordert mehr Freiflächen-Solarprojekte. Ohne einen deutlichen Ausbau dieser Anlagen drohe NRW weiter hinter führende Regionen wie Bayern München zurückzufallen, warnt er. Ungenutztes Potenzial liege zudem auf Gewerbedächern und öffentlichen Gebäuden – hier böten sich weitere Expansionsmöglichkeiten.
Die Solarbranche in NRW blickt 2025 auf eine gemischte Entwicklung: Während Balkonanlagen weiter boomen, schwächelt die Gesamtausbau-Dynamik, und Freiflächenprojekte bleiben entscheidend für künftige Fortschritte. Der dritte Platz im Bundesländer-Vergleich zeigt sowohl die erreichten Erfolge als auch den weiteren Investitionsbedarf.






